500 Menschen demonstrieren für eine emanzipatorische Gesellschaft!

Der 1.Mai 2010 ist vorrüber. In Leipzig organisierte das 1.Mai Bündnis mehrere Demonstrationen, welche schließlich zu einer großen Veranstaltung zusammenführen sollten. An den verschiedenen Demonstrationen und Aktionen nahmen ca. 500 Menschen teil. Eine Sammlung von Presseberichten und Redebeiträge findet ihr auf der Seite des Maibündnisses.

Anbei noch die Pressemitteilung des Leipziger 1.Mai Bündnis:

Das Leipziger 1. Mai-Bündnis rief auch dieses Jahr zur arbeitskritischen Sterndemonstration in Leipzig auf. Etwa 500 Menschen demonstrierten friedlich unter dem Motto “…Und Leben?!” für eine emanzipatorische Entwicklung der Gesellschaft. Im Mittelpunkt stand die Kritik der herrschenden kapitalistischen Wirtschaftsordnung und den damit verbundenen Zwängen und Problemen für die Menschen. Stefan Winderlich, Sprecher des 1.Mai Bündnisses erklärte gestern:

„Wir betrachten es als vollen Erfolg erneut viele Menschen für eine kritische Betrachtung gesellschaftlicher Zusammenhänge mobilisiert zu haben. Gesellschaft ist stets veränderbar, das Ende der Geschichte wird noch immer von den Menschen gemacht und nicht durch Ideologien wie beispielsweise die Totalitarismustheorie bestimmt.“

Die diesjährigen drei Demoschwerpunkte forderten unter den Überschriften “Frei Machen”, “Der Provinz einheizen – her mit dem schönen Leben” und “Reclaim your life” mehr linke Freiräume, verstärktes Engagement gegen nazistische Strukturen und menschenverachtende Einstellungen im Leipziger Umland, sowie ein verstärktes Bewusstsein für die Realität der modernen Arbeitswelt und den damit verbundenen Problemen für viele Teile der Gesellschaft, beispielsweise Student_innen, Migrant_innen oder Langzeitarbeitslose.

Die drei Demonstrationen trafen sich in 3 unterschiedlichen Leipziger Stadtteilen und formierten sich anschließend zu einer großen Abschlussdemo auf dem Wilhelm Leuschner Platz. Von hier zogen die Demonstrant_innen durch die Leipziger Innenstadt und ließen den Tag auf dem Richard Wagner Hain bei Musik und Verpflegung ausklingen.

Die gestrigen Demonstrationen haben gezeigt, dass viele Menschen an einer Veränderung der derzeitigen Situation und des herrschenden gesellschaftlichen wie ökonomischen Grundkonsens interessiert sind. Wir müssen und wollen verstärkt in kritische Debatten eintreten und Alternativen formulieren.

Auch im nächsten Jahr wollen wir versuchen, linke Utopie und Kritik an der bestehenden Ordnung kreativ und vielfältig in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Wir setzen uns ein für ein emanzipatorisches Zusammenleben aller Menschen und widersetzen uns menschenverachtenden Ideologien wie Antisemitismus, Rassismus, Nationalismus, Sexismus und Homophobie.