Kritik der Nation in Bremen und Jena

Auch dieses Jahr gibt es kritische Positionierungen und Aktionen gegen die Nation, diesen Staat und deren ‚Partys‘.

Bremen – Kein Tag für die Nation – Kein Tag für Deutschland

Am dritten Oktober 2010 jährt sich zum zwanzigsten mal die „Wiedervereinigung“ Deutschlands. Vom 2.-3. Oktober finden in Bremen die offiziellen Feierlichkeiten unter dem Motto „20 Jahre deutsche Einheit“ statt. Die entsprechende Kritik dagegen gibt es von der Basisgruppe Antifaschismus Hannover und dem kommunistischen Bündnis …ums Ganze!. Ein organisierter Bus von Leipzig nach Bremen ist vorhanden. Weitere weniger inhaltliche Mobivideos gibt es hier und da.

Jena – Schwarz. Rot. Gold …sind nicht mal alles Farben!

Diese Nation also feiert sich selbst und Jena feiert mit, denn schließlich haben die Farben des Jenaer reaktionären Männerbundes, der Urburschenschaft Arminia auf dem Burgkeller, ihren Wiederhall in der deutschen Nationalfahne gefunden. Passend zum deutschen Nationalfeiertag soll am 3. Oktober eine Ausstellung mit dem Originalfetzen „als ein besonders spannendes Stück deutscher Erinnerungskultur“ eröffnet werden. Ganz vorne dabei ist in der Diskussion um die Wiege der Nationalfahne die Initiative „Jenaer Symposium“, die aus diesem Grund ein Nationalmuseum in Jena fordert.

Banner für Keine Farben Blog

Die „deutschen Farben“ stehen jedoch keinesfalls für ein fröhliches, weltoffenes und friedliches Deutschland, sondern sind Symbol für Abgrenzungsmechanismen und Gewalt nach Außen sowie Diskriminierung und Repression nach Innen, Symbol für einen Nationalstaat im Kapitalismus. Schwarz. Rot. Gold …sind nicht mal alles Farben! Dagegen positioniert sich das Jenaer Bündniss Schwarz. Rot. Gold …sind nicht mal alles Farben! mit einer antinationalen Demonstration und einer Veranstaltungsreihe.