Archiv für November 2011

Antifa-Demo in Leipzig am 26. November gegen das Nazi-Zentrum in Lindenau

Unter dem Motto
Nazis entwaffnen: Rechten Terror bekämpfen, “Freies Netz” zerschlagen!

gehen auch wir am kommenden Sonnabend, 26. November, erneut gegen das Leipziger NPD-Büro auf die Straße. Anlass ist eine Veranstaltung der “Jungen Nationaldemokraten” und des “Freien Netzes Leipzig” mit dem Neonazi und Rechtsterroristen Karl-Heinz Hoffmann, dem Gründer der nach ihm benannten “Wehsportgruppe Hoffmann”.

Angesichts der Tatsache, dass sich Neonazis in diesem Land organisieren, um Menschen zu töten, halten wir diese Veranstaltung für mehr als eine Provokation. Angesichts dessen, dass es sonst niemand tut, werden wir uns diesen Tendenzen widersetzen – durch konsequenten Antifaschismus.

Treffpunkt zur Demo: Sa., 26.11., 15.30 Uhr, Naturkundemuseum (am Cityring)

Den Aufruf zur Demo, Kopiervorlagen und weitere Infos bekommt ihr auf der Seite der Kampagne „Fence Off“. Wir machens kurz: Kommt zahlreich und seid entschlossen! Es werden die üblichen Auflagen gelten.

Hier zum Video für Samstag:

26.11.:Nazis entwaffnen: Rechten Terror bekämpfen, “Freies Netz” zerschlagen! from Fence Off on Vimeo.

Hier ein Jingle (auch zum Download als MP3-Datei):
Demo-Jingle 26.11.2011

Das GAMMA liefert euch mehr Infos zur Hoffmann-Veranstaltungen, Hoffmanns staatlicher Förderung (130.000 Euro), weiteren Auftritten von Rechtsterroristen in der “O8″ und der Rolle des “Freien Netzes” in der militanten Neonazi-Szene und in der NPD.

Pressespiegel:
Pressemitteilung der Kampagne “Fence Off”, der Stadtratsabgeordneten Juliane Nagel, außerdem erste Berichte bei tagesschau.de, bei LVZ-Online, Montagsausgabe der LVZ, BZ und BILD.

Drei Jahre Odermannstraße 8: Das “Nationalen Zentrum” vor dem Untergang

Wir dokumentieren einen Artikel der Kampagne „Fence Off“ vom 15. November 2011:

‚Am 15. November 2008 wurde in der Odermannstraße 8 im Leipziger Stadtteil Lindenau ein NPD-Büro eröffnet. Hiesige Nazis haben es sogleich in Beschlag genommen, zum “Nationalen Zentrum” und später gar zum “Jugendzentrum” erklärt. Vor Ort folgten regelmäßige Saalveranstaltungen, Schulungen und Konzerte – bis hin zu organisierten Übergriffen auf PassantInnen.

Um diesem Treiben ein Ende zu setzen, legte Anfang des Jahres 2011 die Kampagne “Fence Off” los. Aktionen gegen das Nazi-Zentrum gab es schon vorher, nun ging es mit vereinten Kräften weiter. Vorläufiger Höhepunkt war eine offensive Antifa-Demonstration: Am 24. September zogen 2.000 AntifaschistInnen durch die Odermannstraße und taten, was zu tun nur das Mindeste war.

Zugleich war allen, die an der Kampagne mitwirken, von Anfang an klar, dass unser Ziel – die Schließung der “O8″ – schwer zu erreichen sein würde und vermutlich nicht aus eigener Kraft. Wir merken jetzt, dass der öffentliche Druck, der gegen die Nazis im Viertel aufgebaut werden konnte, seine Wirkung dennoch nicht verfehlt hat. Damit haben sich auch manche unserer Einschätzungen, die wir noch zu Beginn der Kampagne getroffen haben, geändert.

Stand der Dinge heute:

Die “O8″ ist kein “nationaler Freiraum” geworden, sondern ein abgeschottetes Domizil geblieben, das vor seinem Ende steht. (mehr…)

“Freies Netz”-Forum geleakt: Leipziger NPD-Büro ist die Zentrale der gewaltbereiten Nazi-Szene

„Fence Off“ berichtete:

‚Sächsische Nazis gehen auf Menschenjagd in Berlin, morden in der Provinz und stehen im Austausch mit Bombenlegern und staatlich subventionierten Rechtsterroristen. Leipziger NPDler, die sonst für nichts bekannt sind, besorgen sich Waffen, im Lindenauer Nazi-Zentrum hat man sich mit “Autonomen Nationalisten” verkracht – und jetzt das:

Eine Woche vorm NPD-Bundesparteitag, bei dem Holger Apfel mit Schützenhilfe von “Jungen Nationaldemokraten” und “Freien Kräften” den Parteivorsitz übernehmen will, sind vielsagende Diskussionen aus dem internen Forum des “Freien Netzes” veröffentlicht worden.

In einer umfangreichen Dokumentation fasst der Antifa-Newsflyer GAMMA zusammen, wie sich das gewaltbereite “Freie Netz” von der NPD mit Geld und Posten versorgen lässt, wie man die Partei-Nachwuchsorganisation zu einer nationalsozialistischen Kampfgruppe umbauen will – und welche Rolle das Nazi-Zentrum in Leipzig-Lindenau für die Infrastruktur des braunen Netzwerkes und dessen Kampf gegen “Menschenmüll” spielt.

Die führenden Köpfe heißen Tommy Naumann und Maik Scheffler, ihre bisher geheimen Diskussions-Beiträge nähren sich aus dem Wörterbuch des Unmenschen. Darüber berichten aktuell auch: ZEIT-Online, Blick nach Rechts, TAZ, TLZ, jW (1/2/3), ND‘

Original Artikel samt funktionierender Presselinks.