anlw http://anlw.blogsport.de Mon, 08 Sep 2014 20:01:13 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Archiv http://anlw.blogsport.de/2013/12/19/archiv/ http://anlw.blogsport.de/2013/12/19/archiv/#comments Thu, 19 Dec 2013 10:00:56 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2013/12/19/archiv/ Diese Seite dient als Archiv. Sie wird nicht mehr gepflegt. Allerdings könnt ihr hier Texte zur Kritik der Situation rund um das nationale Zentrum in der Odermannstraße 8 und antifaschistische Stellungnahmen, Videos und Positionen aus den Jahren 2009 bis 2013 finden.

Zu diesem Zwecke sei hier noch mal auf drei interessante Artikel verwiesen:

* Polizei-/OVZ-Online Artikel zur Störung eines NPD Treffens in der Odermannstraße am 14.12.13 mit Sachscchaden an einem im Innenhof des Zentrums abgestellten Pkw.

* Auswertenden Pressemitteilung des Refugees Welcome Bündniss zu den Protesten gegen eine am 7. 12.13 stattgefundenen rassistischen Protestmarsch der NPD gegen eine Notunterkunft für Geflüchtete im Leipziger Stadtteil Schönefeld.

* Artikel und Video auf Indymedia zu Solidaritätsbekundungen aus Leipzig für den Erhalt der Roten Flora in Hamburg.

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Veranstaltung: Das Ende der Konspirativität? http://anlw.blogsport.de/2013/01/07/veranstaltung-das-ende-der-konspirativitaet/ http://anlw.blogsport.de/2013/01/07/veranstaltung-das-ende-der-konspirativitaet/#comments Mon, 07 Jan 2013 17:57:06 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2013/01/07/veranstaltung-das-ende-der-konspirativitaet/ Sächsische Datensammelwut und Konsequenzen für die linke Praxis

Dass Telefone und Internet überwacht werden können, ist nichts Neues. Mit dem Handygate-Skandal der Erfassung von über einer Millionen Handy-Datensätzen von zehntausenden Menschen, die im Februar 2011 in Dresden gegen Neonazis protestierten, ist die Dimension staatlicher Datensammelwut verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit geraten. Auch im Zusammenhang mit den laufenden Verfahren wegen § 129 Bildung einer kriminellen Vereinigung wurden von den Behörden Telefone von AntifaschistInnen überwacht. Die Reichweite dieser Überwachungsmaßnahmen sind unklar, dürften aber immens sein. In einer Infoveranstaltung wollen wir beleuchten was im Rahmen von Funkzellenauswertung, Überwachung von Telefon- und sonstiger Kommunikation eigentlich geschehen ist, welche technologischen und rechtlichen Möglichkeiten die Behörden genutzt bzw. überschritten haben? Was ändert sich vor dem Hintergrund des sächsischen Kontroll- und Erfassungswahns für die linke Praxis? Wie könnt ihr euch schützen und sicher kommunizieren?

Wann ?
Donnerrstag, 17.1.13, um 19:00 Uhr
Wo ?
Im Lesecafè der Gießerstraße 16, Eingang linker Radweg

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Ladenschluss-Bündnis Leipzig is back! http://anlw.blogsport.de/2012/01/08/ladenschluss-buendnis-leipzig-is-back/ http://anlw.blogsport.de/2012/01/08/ladenschluss-buendnis-leipzig-is-back/#comments Sun, 08 Jan 2012 12:23:24 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2012/01/08/ladenschluss-buendnis-leipzig-is-back/ Die Eröffnung eines Geschäfts mit dem Namen „Fighting Catwalk“ im Stadtteil Leipzig-Reudnitz gibt Grund zur Sorge.
Denn nicht nur der Name erinnert an Gewaltbereitschaft, sondern der Verkauf von Thor-Steinar Produkten lässt darauf schließen, dass ein rechtsradikales Publikum angesprochen wird. Das reaktivierte „Ladenschluss“-Bündnis organisiert Protest

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Leipzig NPD-Abgeordneter Petzold verstorben – Leipziger Parteibüro vor dem Aus http://anlw.blogsport.de/2011/12/27/veranstaltung-mit-rechtsterrorist-karl-heinz-hoffmann-in-leipzig-npd-abgeordneter-petzold-verstorben-leipziger-parteibuero-vor-dem-aus/ http://anlw.blogsport.de/2011/12/27/veranstaltung-mit-rechtsterrorist-karl-heinz-hoffmann-in-leipzig-npd-abgeordneter-petzold-verstorben-leipziger-parteibuero-vor-dem-aus/#comments Tue, 27 Dec 2011 12:26:34 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2011/12/27/veranstaltung-mit-rechtsterrorist-karl-heinz-hoffmann-in-leipzig-npd-abgeordneter-petzold-verstorben-leipziger-parteibuero-vor-dem-aus/ Wir dokumentieren einen Artikel des Antifaschistischen Newsflyer’s Gamma:

Im Alter von 68 Jahren ist der NPD-Landtagsabgeordnete Winfried Petzold (Mutzschen bei Grimma) gestern verstorben. Nach GAMMA-Informationen war der Neonazi an Lymphdrüsenkrebs erkrankt. Seit mehreren Wochen weilte Petzold zur Behandlung in einer westdeutschen Klinik und nahm nicht mehr an Landtags- und Ausschußsitzungen teil. Zuletzt veröffentlichte Statements des Abgeordneten stammten nicht aus seiner Feder. Bereits im November hatte die antifaschistische Kampagne “Fence Off” auf Petzolds letale Erkrankung hingewiesen.

Nachfolger steht schon fest

Mit Petzold verliert die sächsische NPD-Landtagsfraktion einen ihrer acht Abgeordneten. Er wird vermutlich im Nachrückverfahren ersetzt werden durch Mario Löffler (KV Erzgebirge), dem zur Landtagswahl 2009 der nächstfolgende Listenplatz zugeteilt worden war. Löffler, bislang neben Maik Scheffler (KV Nordsachsen) und Helmut Herrmann (KV Leipzig) stellvertretender Landeschef, ist außerdem designierter Nachfolger Holger Apfels als Vorsitzender der Sachsen-NPD.

Im Landesverband fungierte Petzold bisher als “Ehrenvorsitzender” – ein Amt ohne Aufgaben. Auch die Landtagsarbeit Petzolds war unauffällig, gelegentlich irrwitzig: Im Mai 2010 stellte er eine Kleine Anfrage an die Staatsregierung betreffs einer „linksextremistischen Demonstration in Leipzig-Lößnig“, die sich am 17. März ereignet haben soll. Tatsächlich handelte es sich um einen unangemeldeten Mini-Nazi-Aufmarsch, an dem sich Aktivisten der “Jungen Nationaldemokraten” (JN) und des “Freien Netzes” unter anderem durch das Trällern von HJ-Liedern beteiligt haben.

Petzolds Nachfolger Löffler gilt dagegen als eloquent. Er gehört dem nationalkonservativen Spektrum an, war früher CDU-Mitglied und hat in seinem Wahlkreis eine Basis. Im Landesverband ist er bislang kaum aufgefallen. Aus Apfels Sicht ist er damit ein idealer Statthalter.

Zwei rechte Locations vor dem Aus

Fraglich ist nunmehr die Zukunft des Leipziger NPD-Büros (“Nationales Zentrum”) in der Odermannstraße 8. Offiziell handelte es sich um das Abgeordnetenbüro Winfried Petzolds, finanziert durch Steuermittel. Diese werden nun wegfallen. Petzold, dem das Gebäude ursprünglich gehört hatte, überschrieb die Immobilie im Zuge einer Privatinsolvenz 2004 an den Strohmann Steven Hahn (Grimma). Obwohl durch Staatsgelder bezuschusst, verlangte dieser von “Freien Kräften” zusätzlich 800 Euro Miete pro Monat. Wohin diese Zahlungen – seit Eröffnung Ende 2008 sind mutmaßlich mehr als 20.000 Euro zusammengekommen – letztlich geflossen sind, ist eine Frage für den Landesrechnungshof.

Sollte Löffler indes nicht für Petzold nachrücken wollen, würde das Landtagsmandat samt Büro Helmut Herrmann (77), Chef des Leipziger NPD-Kreisverbandes, zufallen. Das ist allerdings ein unwahrscheinlicher Fall, denn auch Herrmanns Gesundheit ist angeschlagen. Dass die finanziell klamme NPD auf eigene Rechnung an dem Objekt festhalten wird, ist unwahrscheinlich.

Petzold hatte die Odermannstraße 8 zeitweise als Meldeadresse angegeben. Ein halbseidener Trick, durch den mehrere Nicht-Leipziger wie Petzold 2009 bei den hiesigen Stadtratswahlen überhaupt erst antreten durften. Tatsächlich wohnte Petzold auf seinem Grundstück im Mutzschener Ortsteil Roda, inklusive Steinbruch. Hier fanden wiederholt Neonazi-Events statt, etwa am 11. Juni dieses Jahres das “Sommerfest” der NPD-Landtagsfraktion. Außerdem sind Teilnehmer der kurzfristig verbotenen NPD-Kundgebung am 20. August, die ursprünglich in Zusammenarbeit mit dem “Freien Netz” vor dem Leipziger Völkerschlachtdenkmal stattfinden sollte (GAMMA berichtete), kurzfristig auf Petzolds Privatgrundstück ausgewichen.

Noch mehr Schwund bei der NPD

Womöglich wird die NPD auch den Wegfall dieser Location betrauern, doch für Nachrufe bleibt der Partei wenig Zeit. Der sächsische Landesverband steht nämlich vor weiteren unfreiwilligen Veränderungen: Parteichef Holger Apfel hat im Hinblick auf die klamme Finanzlage und der infolge falscher Rechenschaftsberichte noch ausstehenden Strafzahlungen in Millionenhöhe bereits öffentlich erwogen, den bisherigen Berliner Parteisitz nach Sachsen zu verlegen.

Bereits im November war in der Markersdorfer Straße in Chemnitz ein neues “Schulungszentrum” der NPD eröffnet worden, das Apfel selbst als “Bürgerbüro” nutzen will. Die Immobilie hat der JN-Aktivist und langjährige Rechtsrock-Händler Yves Rahmel (“PC-Records”) zur Verfügung gestellt. Eine weitere Niederlassung der Partei, der “Deutsche Stimme”-Verlag in Riesa, kam jüngst ins Wanken: Wegen tiefroter Bilanzzahlen wurden dort Mitarbeiter entlassen. Dadurch gefährdet ist auch das Erscheinen des Parteiblattes “Deutsche Stimme”.

Für die NPD ebenso unerfreulich ist die sinkende Mitgliederzahl. Öffentlich wird zumeist von 6500 bis 6800 “Kameraden” gesprochen. Nach der Fusion mit der DVU hatte der Bundesvorstand sogar vermeldet, die Mitgliederzahl sei “sprunghaft angestiegen”. Das war nichts als Propaganda: Aus internen Korrespondenzen, die GAMMA vorliegen, geht hervor, dass die Mitgliederzahl mittlerweile auf “unter 6000″ gefallen ist. So wenige waren es zuletzt vor neun Jahren.

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http://anlw.blogsport.de/2011/12/27/veranstaltung-mit-rechtsterrorist-karl-heinz-hoffmann-in-leipzig-npd-abgeordneter-petzold-verstorben-leipziger-parteibuero-vor-dem-aus/feed/
Redebeitrag von Antifaschisten aus dem Leipziger Westen gehalten auf der Demonstration vom 26. 11.2011 http://anlw.blogsport.de/2011/12/12/redebeitrag-von-antifaschisten-aus-dem-leipziger-westen-gehalten-auf-der-demonstration-vom-26-11-2011/ http://anlw.blogsport.de/2011/12/12/redebeitrag-von-antifaschisten-aus-dem-leipziger-westen-gehalten-auf-der-demonstration-vom-26-11-2011/#comments Mon, 12 Dec 2011 12:10:10 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2011/12/12/redebeitrag-von-antifaschisten-aus-dem-leipziger-westen-gehalten-auf-der-demonstration-vom-26-11-2011/ „Am 15. November 2008 eröffnete das Nazi-Zentrum in Leipzig-Lindenau. Drei Jahre Odermannstraße 8, das sind drei Jahre kontinuierliche Einschüchterungsversuche und gewalttätige Angriffe gegen Andersdenkende. Drei Jahre, in denen sich die Leipziger Neonazis überregional vernetzen konnten und einen Rückzugsort für Treffen ihrer Organisationen, Feiern und Veranstaltungen hatten.
Was Polizei, Verfassungsschutz und andere Behörden erst jetzt feststellen, das sehen, hören und fühlen wir schon lange: Neonazis, seien es die NPD, die Jungen Nationaldemokraten oder die Aktivisten des sog. „Freien Netzes“, sind hochgradig organisiert, gut vernetzt und mehr als nur potentiell gewaltbereit. Seit das so genannte „Nationale Zentrum“ in der Odermannstraße existiert hat es eine Vielzahl gewalttätiger Übergriffe auf Passantinnen und Anwohnerinnen gegeben. Zuletzt, im Mai dieses Jahres, eine Serie von Angriffen auf Galerien, Projekte und Passantinnen im direkten Umfeld. Mit dieser Angst leben wir hier täglich. Sie schränkt unser Leben und unseren Alltag ein. Wenn Veranstaltungen im NPD-Zentrum stattfinden, müssen wir überlegen, ob und wie wir uns schützen, ob wir nachts auf die Straße gehen und wenn ja, ob wir allein gehen. Wer durch die Odermannstraße geht, muss damit rechnen, dass er oder sie gefilmt, fotografiert, bedroht oder angegriffen wird.
Mit dem Auszug der sog. „Freien Kräfte“ hat sich an dieser Situation nichts geändert. Denn der Personenkreis bleibt weitestgehend derselbe und größere Veranstaltungen mit gewaltbereitem neonazistischem Publikum finden nach wie vor regelmäßig statt. Beispielsweise am Abend des 9. November 2011 gedachte man hinter dem Zaun der Odermannstraße 8 nicht etwa der Reichspogromnacht oder dem Mauerfall, sondern dem gescheiterten Putschversuch durch Adolf Hitler im Jahr 1923 und den dabei getöteten Leipziger Nationalsozialisten. Fackeln, Fahnen und NS-Lieder waren selbstverständlicher Teil der Veranstaltung. Der 9. November ist keine Ausnahme!

Das „Nationale Zentrum“, wie das „Bürgerbüro“ des NPD-Landtagsabgeordneten Winfried Petzold genannt wird, ist zentral für die Organisation der Neonazi-Szene in Sachsen und darüber hinaus. Hier trifft sich die NPD, referieren regelmäßig Holocaust-Leugner, planen die Jungen Nationaldemokraten, Freien Kräfte und rechte Ultra-Gruppierungen gewalttätige Angriffe auf Menschen, die nicht in ihr rassistisches, revisionistisches und antisemitisches Weltbild passen. Hier gehen gewalttätige Neonazis wie Thomas Gerlach vom Freien Netz Altenburg und Maik Scheffler aus Delitzsch ein und aus. Beide werden mittlerweile auch in der Presse als mögliche Mitwisser im Fall des so genannten „Nationalsozialistischen Untergrunds“ gehandelt. In internen Forumsdiskussionen machen die Anführer von JN und Freiem Netz keinen Hehl aus ihrem Ziel, eine Elite-Organisation nach NS-Vorbild gründen zu wollen.
Der Freistaat Sachsen finanziert über Winfried Petzolds Abgeordnetenpauschale den Rückzugsort für diese Organisation in Form der Odermannstraße 8! Perfider geht’s wohl kaum! Neben Tommy Naumann, dem Vorsitzenden der JN-Sachsen und Hauptakteur des „Nazi-Zentrums“, diskutierte übrigens auch der Jenaer Neonazi Ralf Wohlleben in besagtem Forum mit – Mittlerweile wird dieser sogar von den ermittelnden Behörden, verdächtigt, aktiver Unterstützer der Neonazis des NSU zu sein. Erst vor kurzem wurde offengelegt, dass sich führende Leipziger NPD-Mitglieder Schusswaffen besorgt haben. Der Fall ging ebenso wie die volksverhetzenden nationalsozialistischen Forumsdiskussionen durch die Presse – ohne, dass auch nur eine einzige ermittelnde Behörde darauf reagierte. Mensch stelle sich vor, dies würde in vermeintlich „linksextremen“ Kontexten geschehen – Der Fahndungsdruck wäre enorm: Wohnungen von Tatverdächtigen oder Personen, die der Verfassungsschutz gern als solche sehen würde, würden durchsucht – Computer beschlagnahmt, Telefone abgehört, Solidaritätsveranstaltungen verhindert und so weiter und so weiter. Das kennen wir ja. All dies ist im Fall der hiesigen Neonazi-Szene bisher offensichtlich nicht passiert – von bundesweiten Großrazzien im Umfeld der Thüringer Rechtsterroristen, zu dem auch Besucher und Organisatoren der Odermannstraße 8 zu zählen sind, keine Spur. Dass heute, in einer Zeit in der sich die Meldungen über die „Gefahr von Rechts“ in der Öffentlichkeit überschlagen, heute also in dieser Stadt eine Vortragsveranstaltung mit einem verurteilten Rechtsterroristen stattfinden sollte, zeigt, dass sich nichts geändert hat!

Auf Bundesebene reagiert die Politik wie üblich erst, wenn rechte Gewalt das „Ansehen Deutschlands“ gefährdet. Der Freistaat Sachsen sieht auf dem linken Auge immer noch schärfer als auf dem rechten. Der Stadt Leipzig sind nach wie vor die Hände gebunden. Deshalb gehen wir als Antifaschistinnen heute auf die Straße. Drei Jahre „Odermannstraße 8“ sind für uns nicht nur Angst und Bedrohung. Es sind für uns, die wir unmittelbar mit der Gefahr leben müssen, auch drei Jahre des Sich-Nicht-Abfinden-Wollens mit einem „nachbarschaftlichen“ Alltag, der für uns einen Ausnahmezustand darstellt. Drei Jahre, in denen wir uns nicht einschüchtern ließen. Drei Jahre in denen wir an Mut, Kraft und Kreativität gewonnen haben. Ein viertes Jubiläum des Nazizentrums wird es hier nicht geben!

Wir machen weiter! Viel Spaß mit uns!“

Die bei der Demonstration gehaltenen Redebeiträge der Roten Hilfe Leipzig und der Initiative ChronikLE findet ihr auf der Seite der Kampagne „Fence Off“.

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http://anlw.blogsport.de/2011/12/12/redebeitrag-von-antifaschisten-aus-dem-leipziger-westen-gehalten-auf-der-demonstration-vom-26-11-2011/feed/
Impressionen von der Antifademo am 26.11.2011 http://anlw.blogsport.de/2011/12/08/impressionen-von-der-antifademo-am-26-11-2011/ http://anlw.blogsport.de/2011/12/08/impressionen-von-der-antifademo-am-26-11-2011/#comments Thu, 08 Dec 2011 12:02:39 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2011/12/08/impressionen-von-der-antifademo-am-26-11-2011/ 2611

Am 26.11.2011 kamen über 800 AntifaschtInnen zu unserer Demonstration “Nazis entwaffnen: Rechten Terror bekämpfen, “Freies Netz” zerschlagen!” und zogen gemeinsam mit uns lautstarken und entschlossen zum Nazizentrum in der Odermannstraße 8.

Die Veranstaltung mit dem Rechtsterroristen Karl-Heinz Hoffmann wurde am Vortag – auf Druck der NPD-Führung – abgesagt, dennoch hielten wir an unserer Demonstration fest, da unser Protest sich gegen weit mehr als gegen den selbsternannten “Chef” und den Mythos der “Wehrsportgruppe Hoffmann” richtet. Die Odermannstraße, als gemeinsam genutzter Raum von NPD und „Freien Netz“, gibt es immer noch und auch am Problem der „sächsischen Demokratie“ hat sich trotz der aktuellen Skandale um den „NSU“ wenig geändert. Unterdessen versucht die Regierung zwar die Gemüter durch 1Mio € Bonus beim Landesprogramm “Weltoffenes Sachsen” zu besänftigen, aber weder an der “Demokratieerklärung” noch an der wahnwitzigen Verfolgung von AntifaschtInnen mit Hilfe des §129 nach der erfolgreichen Protesten im Februar diesen Jahres hat sich etwas geändert. Die kurzfristig mobilisierten 800 TeilnehmerInnen unserer Demonstration zeigen dementsprechend, dass der Widerstand sich nicht an einzelnen Nazi-Ikonen aufhängt – sondern an den Zustände unter denen diese weitestgehend ungestört agieren können.
Wir bedanken uns bei allen UnterstützerInnen der Demonstration und hoffen auch in Zukunft so entschlossen, auf kurzfristige Ereignisse reagieren zu können.

Demovideo 26.11.: Leipzig from Fence Off on Vimeo.

Pressespiegel:
# PM von Juliane Nagel, 26.11.2011
# Südeutsche Zeitung, 28.11.2011
# Die Welt, 27.11.2011
# MDR, 26.11.2011
# Leipzig Fernsehen, 28.11.2011
# InfoTV Leipzig, 28.11.2011
# evangelischer Pressedienst
# Mitteldeutsche Zeitung, 27.11.2011
# Lausitzer Rundschau, 28.11.2011
# LVZ Video, 28.11.2011
# Radio Corax, 25.11.2011

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http://anlw.blogsport.de/2011/12/08/impressionen-von-der-antifademo-am-26-11-2011/feed/
Antifa-Demo in Leipzig am 26. November gegen das Nazi-Zentrum in Lindenau http://anlw.blogsport.de/2011/11/20/antifa-demo-in-leipzig-am-26-november-gegen-das-nazi-zentrum-in-lindenau/ http://anlw.blogsport.de/2011/11/20/antifa-demo-in-leipzig-am-26-november-gegen-das-nazi-zentrum-in-lindenau/#comments Sun, 20 Nov 2011 11:50:01 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2011/11/20/antifa-demo-in-leipzig-am-26-november-gegen-das-nazi-zentrum-in-lindenau/ Unter dem Motto
Nazis entwaffnen: Rechten Terror bekämpfen, “Freies Netz” zerschlagen!

gehen auch wir am kommenden Sonnabend, 26. November, erneut gegen das Leipziger NPD-Büro auf die Straße. Anlass ist eine Veranstaltung der “Jungen Nationaldemokraten” und des “Freien Netzes Leipzig” mit dem Neonazi und Rechtsterroristen Karl-Heinz Hoffmann, dem Gründer der nach ihm benannten “Wehsportgruppe Hoffmann”.

Angesichts der Tatsache, dass sich Neonazis in diesem Land organisieren, um Menschen zu töten, halten wir diese Veranstaltung für mehr als eine Provokation. Angesichts dessen, dass es sonst niemand tut, werden wir uns diesen Tendenzen widersetzen – durch konsequenten Antifaschismus.

Treffpunkt zur Demo: Sa., 26.11., 15.30 Uhr, Naturkundemuseum (am Cityring)

Den Aufruf zur Demo, Kopiervorlagen und weitere Infos bekommt ihr auf der Seite der Kampagne „Fence Off“. Wir machens kurz: Kommt zahlreich und seid entschlossen! Es werden die üblichen Auflagen gelten.

Hier zum Video für Samstag:

26.11.:Nazis entwaffnen: Rechten Terror bekämpfen, “Freies Netz” zerschlagen! from Fence Off on Vimeo.

Hier ein Jingle (auch zum Download als MP3-Datei):
Demo-Jingle 26.11.2011

Das GAMMA liefert euch mehr Infos zur Hoffmann-Veranstaltungen, Hoffmanns staatlicher Förderung (130.000 Euro), weiteren Auftritten von Rechtsterroristen in der “O8″ und der Rolle des “Freien Netzes” in der militanten Neonazi-Szene und in der NPD.

Pressespiegel:
Pressemitteilung der Kampagne “Fence Off”, der Stadtratsabgeordneten Juliane Nagel, außerdem erste Berichte bei tagesschau.de, bei LVZ-Online, Montagsausgabe der LVZ, BZ und BILD.

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Drei Jahre Odermannstraße 8: Das “Nationalen Zentrum” vor dem Untergang http://anlw.blogsport.de/2011/11/16/drei-jahre-odermannstrasse-8-das-nationalen-zentrum-vor-dem-untergang/ http://anlw.blogsport.de/2011/11/16/drei-jahre-odermannstrasse-8-das-nationalen-zentrum-vor-dem-untergang/#comments Wed, 16 Nov 2011 11:28:31 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2011/11/16/drei-jahre-odermannstrasse-8-das-nationalen-zentrum-vor-dem-untergang/ Wir dokumentieren einen Artikel der Kampagne „Fence Off“ vom 15. November 2011:

‚Am 15. November 2008 wurde in der Odermannstraße 8 im Leipziger Stadtteil Lindenau ein NPD-Büro eröffnet. Hiesige Nazis haben es sogleich in Beschlag genommen, zum “Nationalen Zentrum” und später gar zum “Jugendzentrum” erklärt. Vor Ort folgten regelmäßige Saalveranstaltungen, Schulungen und Konzerte – bis hin zu organisierten Übergriffen auf PassantInnen.

Um diesem Treiben ein Ende zu setzen, legte Anfang des Jahres 2011 die Kampagne “Fence Off” los. Aktionen gegen das Nazi-Zentrum gab es schon vorher, nun ging es mit vereinten Kräften weiter. Vorläufiger Höhepunkt war eine offensive Antifa-Demonstration: Am 24. September zogen 2.000 AntifaschistInnen durch die Odermannstraße und taten, was zu tun nur das Mindeste war.

Zugleich war allen, die an der Kampagne mitwirken, von Anfang an klar, dass unser Ziel – die Schließung der “O8″ – schwer zu erreichen sein würde und vermutlich nicht aus eigener Kraft. Wir merken jetzt, dass der öffentliche Druck, der gegen die Nazis im Viertel aufgebaut werden konnte, seine Wirkung dennoch nicht verfehlt hat. Damit haben sich auch manche unserer Einschätzungen, die wir noch zu Beginn der Kampagne getroffen haben, geändert.

Stand der Dinge heute:

Die “O8″ ist kein “nationaler Freiraum” geworden, sondern ein abgeschottetes Domizil geblieben, das vor seinem Ende steht. Erst kürzlich sind “Freie Kräfte” rausgeflogen; mitgenommen haben sie u.a. das “Ansgar Aryan”-Werbetransparent, für das monatlich Geld in die “O8″ geflossen ist. Still und leise haben sich schon vor einigen Wochen die “Blue Caps” aufgelöst. Und nun gerät das “Freie Netz” durch die Veröffentlichung ihres internen Forums in Erklärungsnöte: womöglich gegenüber der Justiz, ganz sicher aber gegenüber der NPD-Führung.

Es wird immer klarer: Die in der “O8″ erprobte Zusammenarbeit war mehr Schein als Sein, die Grundlage des Projekts ist zerbrochen. Und das noch aus einem anderen Grund: Der NPD-Landtagsabgeordnete Winfried Petzold, der in der Odermannstraße 8 sein Abgeordnetenbüro bezogen hat, ist abgetaucht – wohl wegen einer sehr ernsthaften Erkrankung. Damit steht in absehbarer Zukunft nicht nur Petzolds Landtagsmandat zur Disposition, sondern auch sein Büro in Lindenau, also die weitere Finanzierung des “Nationalen Zentrums”.

Von dort hört man seit Wochen nichts als lächerliche Durchhalteparolen, etwa, dass die Leipziger NPD “hinter dem antikommunistischen Schutzwall” auch künftig “allen Angriffen standhalten” werde. Doch abgesehen davon scheut der NPD-Kreisverband die Öffentlichkeit wie zu Trommelholz-Zeiten. Außer Spesen nichts gewesen – trotz “O8″!

Wir geben dennoch keine Entwarnung für Lindenau, es gibt dort weiterhin Veranstaltungen und demnächst einen Vortrag mit dem Rechtsterroristen Karl-Heinz-Hoffmann). Neuerliche Nazi-Übergriffe sind nicht ausgeschlossen. Klar ist so oder so, dass antifaschistische Interventionen notwendig bleiben.

Auf dieser Website halten wir euch weiter auf dem Laufenden. “Fence Off” ist erst vorbei, wenn es mit der “O8″ vorbei ist. Zum Glück rückt dieser Moment immer näher.

Küßt die Faschisten, wo ihr sie trefft!
Für einen konsequenten Antifaschismus, denn Leipzig ist rot!

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“Freies Netz”-Forum geleakt: Leipziger NPD-Büro ist die Zentrale der gewaltbereiten Nazi-Szene http://anlw.blogsport.de/2011/11/07/freies-netz-forum-geleakt-leipziger-npd-buero-ist-die-zentrale-der-gewaltbereiten-nazi-szene/ http://anlw.blogsport.de/2011/11/07/freies-netz-forum-geleakt-leipziger-npd-buero-ist-die-zentrale-der-gewaltbereiten-nazi-szene/#comments Mon, 07 Nov 2011 13:15:51 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2011/11/07/freies-netz-forum-geleakt-leipziger-npd-buero-ist-die-zentrale-der-gewaltbereiten-nazi-szene/ „Fence Off“ berichtete:

‚Sächsische Nazis gehen auf Menschenjagd in Berlin, morden in der Provinz und stehen im Austausch mit Bombenlegern und staatlich subventionierten Rechtsterroristen. Leipziger NPDler, die sonst für nichts bekannt sind, besorgen sich Waffen, im Lindenauer Nazi-Zentrum hat man sich mit “Autonomen Nationalisten” verkracht – und jetzt das:

Eine Woche vorm NPD-Bundesparteitag, bei dem Holger Apfel mit Schützenhilfe von “Jungen Nationaldemokraten” und “Freien Kräften” den Parteivorsitz übernehmen will, sind vielsagende Diskussionen aus dem internen Forum des “Freien Netzes” veröffentlicht worden.

In einer umfangreichen Dokumentation fasst der Antifa-Newsflyer GAMMA zusammen, wie sich das gewaltbereite “Freie Netz” von der NPD mit Geld und Posten versorgen lässt, wie man die Partei-Nachwuchsorganisation zu einer nationalsozialistischen Kampfgruppe umbauen will – und welche Rolle das Nazi-Zentrum in Leipzig-Lindenau für die Infrastruktur des braunen Netzwerkes und dessen Kampf gegen “Menschenmüll” spielt.

Die führenden Köpfe heißen Tommy Naumann und Maik Scheffler, ihre bisher geheimen Diskussions-Beiträge nähren sich aus dem Wörterbuch des Unmenschen. Darüber berichten aktuell auch: ZEIT-Online, Blick nach Rechts, TAZ, TLZ, jW (1/2/3), ND‘

Original Artikel samt funktionierender Presselinks.

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“Freie Kräfte” fliegen aus dem Leipziger NPD-Zentrum http://anlw.blogsport.de/2011/10/17/freie-kraefte-fliegen-aus-dem-leipziger-npd-zentrum/ http://anlw.blogsport.de/2011/10/17/freie-kraefte-fliegen-aus-dem-leipziger-npd-zentrum/#comments Mon, 17 Oct 2011 12:57:22 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2011/10/17/freie-kraefte-fliegen-aus-dem-leipziger-npd-zentrum/ Dokumentierte PM der Kampagne „Fence Off“:

NPD setzt Kameradschafter vor die Tür / neuer Nazi-Treffpunkt im Leipziger Osten / Landtagsanfrage soll Klarheit bringen

Nach Informationen der antifaschistischen Kampagne “Fence Off” sind Ende September die “Freien Kräfte” – Mitglieder von neonazistischen Kameradschaften und des so genannten “Freien Netzes” – aus dem NPD-”Bürgerbüro” im Stadtteil Lindenau ausgezogen.

Bisher war das NPD-Zentrum in der Odermannstraße 8 ein regelmäßiger Treffpunkt verschiedener Spektren der regionalen Naziszene. Insbesondere die “Freien Kräfte” veranstalteten dort seit Eröffnung im November 2008 etliche Konzerte und Schulungen, führten Kampfsporttraining durch und griffen wiederholt PassantInnen an.

“Für die Leipziger Naziszene sind die jüngsten Entwicklungen ein herber Rückschlag”, kommentiert Anita Dudow, Sprecherin der Kampagne “Fence Off”. Die Kampagne fordert seit Anfang des Jahres mit vielfältigen Aktionen die Schließung des Lindenauer Nazi-Zentrums. Zuletzt beteiligten sich am 24. September 2.000 AntifaschistInnen an einer Protest-Demonstration. “Nun zeigt sich ganz deutlich, dass es sinnvoll ist, auf allen Ebenen einen handfesten Druck gegen Nazi-Umtriebe aufzubauen”, so Dudow.

Vor die Tür gesetzt

Druck gab es zwischenzeitlich auch durch ein Bauordnungsverfahren, weil bei mehreren Nazi-Veranstaltungen in der Odermannstraße 8 erwiesenermaßen gegen die Nutzungsauflagen verstoßen worden ist. Zwar ist das Verfahren ergebnislos eingestellt worden. Unabhängig davon gab es aber auch wiederholte Beschwerden durch AnwohnerInnen, unter anderem, weil die Nazis ihre Fäkalien mittels Gartenschlauch auf Nachbargrundstücke verteilt haben.

Offenbar hat nun der Besitzer der Odermannstraße 8, der Grimmaer Steven Hahn, eingelenkt, auslaufende Mietverträge nicht erneuert und so einige seiner braunen Mieter vor die Tür gesetzt. Hauptmieter war bisher die Tarnorganisation “Kulturverein Leipzig-West e.V.”, bestehend aus Mitgliedern des NPD-Kreisverbandes und der “Freien Kräfte”. (1) Bei den “Freien Kräften” gärte ohnehin Unmut über die NPD, die monatliche Mietzahlungen in Höhe von 800 Euro forderte. (2)

“Womöglich bedeutet der Rausschmiss einen neuerlichen Bruch der hiesigen Naziszene”, sagt Dudow. In der Vergangenheit hatten sich NPD und Kameradschaften in Leipzig immer weiter angenähert. Beispielsweise haben die “Freien Kräfte” seit 2008 die NPD-Jugendorganisation “Junge Nationaldemokraten” (JN) übernommen. 2009 sind außerdem Kader der “Freien Kräfte” für die NPD bei den Stadtratswahlen angetreten. Die Odermannstraße 8 galt seither als Paradebeispiel für die enge Zusammenarbeit, die “Freien Kräfte” betrachteten das NPD-Haus gar als ihr “Nationales Zentrum”.

Keine Entwarnung

“Aktuell lässt sich jedoch beobachten, dass die Aktivitäten im Nazi-Zentrum auf ein Minimum zurückgefahren werden”, sagt Dudow. Während es dort im August noch vier neonazistische Veranstaltungen gab (3), ist seit September ungewohnte Ruhe eingekehrt, neue Termine sind nicht bekannt geworden.

“Allerdings bedeutet die Änderung der Mietverhältnisse nicht, dass Entwarnung gegeben werden kann”, sagt Dudow. Laut einer aktuellen Anfrage der Fraktion Die Linke im sächsischen Landtag sollen die “Freien Kräfte” mittlerweile “eine Gaststätte im Leipziger Osten” als Treffpunkt nutzen.

Die Beantwortung der Landtagsanfrage wird womöglich mehr Klarheit über die neue Gemengelage bringen. “Wir sind gespannt, ob die Landesregierung und namentlich CDU-Innenminister Ulbig erneut erklären wird, von nichts zu wissen”, sagt Dudow. Bei früheren Anfragen fielen die Antworten mit Hinweis auf angeblich “geheime” Informationen ausweichend aus, in einem Fall machte der Innenminister wissentlich Falschaussagen. (4)

“So oder so, die Aktionen gegen das NPD-Büro werden nicht abreißen”, verspricht Dudow. “Wir gönnen den Nazis und ihrer Ideologie keinen Raum, egal wo.”

(1) Siehe GAMMA-Ausgabe 187: http://gamma.noblogs.org/files/2010/12/gamma187_web.pdf
(2) Siehe das Dossier derselben GAMMA-Ausgabe: http://gamma.noblogs.org/files/2010/12/hart-doku-web.pdf
(3) Details unter http://www.fenceoff.org/?p=1110
(4) Siehe Pressemitteilung von chronik.LE vom 4. Februar 2011: http://www.chronikle.org/dossier/sachsens-innenminister-ulbig-gibt-zweifelhafte-erkl%C3%A4rung-nazi-zentrum-leipzig

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http://anlw.blogsport.de/2011/10/17/freie-kraefte-fliegen-aus-dem-leipziger-npd-zentrum/feed/
Leipziger NPD-Funktionäre besorgen sich Waffen http://anlw.blogsport.de/2011/10/09/leipziger-npd-funktionaere-besorgen-sich-waffen/ http://anlw.blogsport.de/2011/10/09/leipziger-npd-funktionaere-besorgen-sich-waffen/#comments Sun, 09 Oct 2011 12:48:27 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2011/10/09/leipziger-npd-funktionaere-besorgen-sich-waffen/ dokumentiert wird ein Artikel der Kampagne „Fence Off“:

‚“Wir lassen uns vom politischen Gegner nicht die Wahl der Waffen vorschreiben” – das sagt die Leipziger NPD zur gelungenen Antifa-Demo gegen ihr Lindenauer “Bürgerbüro”. Tatsächlich aber hat die NPD längst ihre Waffen gewählt: Im Falle des Kreisvorsitzenden Helmut Herrmann und des Landtagsabgeordneten Winfried Petzold, der das “Nationale Zentrum” in der Odermannstraße 8 betreibt, handelt es sich um scharfe Pistolen und ein Kleinkalibergewehr.

Der Antifa-Newsflyer GAMMA hatte gestern aufgedeckt, wie die NPD-Funktionäre ganz unbürokratisch – und womöglich illegal – an Schusswaffen gelangt sind. Das geht aus einer “geleakten” E-Mail des NPD-nahen Kreistagsmitglieds Gerd Fritzsche aus Borsdorf hevor, die vom GAMMA im Volltext veröffentlicht worden ist.

Fritzsche berichtet darin über “gemeinsame Schießübungen im Reservistenverband der Bundeswehr in Leipzig”, die man “jahrelang” im Schützenhof Leipzig (Hans-Driesch-Straße) abgehalten habe. Und dann kommts:

“Dank meiner Hilfe haben Herrmann, Petzold und seine Frau auch Waffenbesitzkarten und entsprechende Waffen (Pistolen und Gewehre) durch den Reservistenverband der Bundeswehr in Leipzig erhalten.”

Nach geltendem Waffengesetz ist das heikel: Wer eine Schusswaffe besitzen will, kommt im Normalfall an einem regulären Schützenverein sowie einer Sachkundeprüfung nicht vorbei und darf außerdem nicht (wie beispielsweise Herrmann) vorbestraft sein. Nur dann geben Kreis- und Stadtverwaltungen, etwa das Ordnungsamt, so genannte Waffenbesitzkarten aus, die den Besitz scharfer Waffen erlauben.

Nicht ganz so schwierig war das für Herrmann und Petzold: Beide sind Mitglieder der “Reservistenkameradschaft Leipzig-Leutzsch” geworden, einem Ableger des Reservistenverbandes der Bundeswehr. Laut Ordnungsamt genügt bereits eine Mitgliedschaft “als Zertifikat der Zuverlässigkeit”. Die Waffenbesitzkarten wurden den Nazis umstandslos ausgegeben.

Dass es sich bei den betreffenden Personen um hohe Funktionäre der NPD handelt, will niemand gewusst haben. Und so hat ausgerechnet ein Verband, der die widerlichen Tradtitionen des deutschen Militarismus repräsentiert, sächsischen Neonazis die Waffenkammern geöffnet.‘

Fence Off Artikel samt Pressespiegel zum Thema.

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http://anlw.blogsport.de/2011/10/09/leipziger-npd-funktionaere-besorgen-sich-waffen/feed/
Ein Denkzettel fürs Leipziger Nazi-Zentrum: 2.000 Menschen bei “Fence Off”-Demo http://anlw.blogsport.de/2011/09/27/ein-denkzettel-fuers-leipziger-nazi-zentrum-2-000-menschen-bei-fence-off-demo/ http://anlw.blogsport.de/2011/09/27/ein-denkzettel-fuers-leipziger-nazi-zentrum-2-000-menschen-bei-fence-off-demo/#comments Tue, 27 Sep 2011 12:19:09 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2011/09/27/ein-denkzettel-fuers-leipziger-nazi-zentrum-2-000-menschen-bei-fence-off-demo/ postdemo 24.09.

Was für ein Tag: Die Kampagne Fence Off hatte mit 750 TeilnehmerInnen gerechnet, gekommen waren fast drei Mal so viele. Dank allen, die sich an der Antifa-Demo gegen das “Nationale Zentrum” im Stadtteil Lindenau so kraftvoll und entschlossen beteiligt haben! Zusammenfassungen gibts von der Kampagne “Fence Off“ und im Feature von addn.me.

Leider hat die Polizei während und nach der Demonstration von mehreren Personen ziemlich ruppig die Personalien aufgenommen. Aber alle, denen Gewahrsam angedroht wurde, sind wieder frei.

demo 24.09._2

Zum Nachlesen gibts hier den Eröffnungs-Redebeitrag der Antifa Klein-Paris (AKP).

Die Demo sah aus Nazi-Sicht übrigens so aus: Youtube-Video. Auf die Nazis, die auf dem Vordach rumgeturnt haben, geht die Gamma Redaktion in ihrem Artikel ausführlicher ein.

Demo-Fotos findet ihr bei „Fence Off“ oder z.B. bei Flickr: Thomas Rassloff, PM Cheung, boeseraltermann.

Pressemitteilungen der Kampagne “Fence Off”, der Demo-Anmelderin, der Polizeidirektion Leipzig und des Landesamtes für Verfassungsschutz.

Ein umfassender Pressespiegel zur Demonstration findet sich auf der Seite der Kampagne „Fence Off“.

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Naziaufmarsch in Dortmund und Antifa-Demo in Salzwedel http://anlw.blogsport.de/2011/08/26/naziaufmarsch-in-dortmund-und-antifa-demo-in-salzwedel/ http://anlw.blogsport.de/2011/08/26/naziaufmarsch-in-dortmund-und-antifa-demo-in-salzwedel/#comments Fri, 26 Aug 2011 14:16:45 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2011/08/26/naziaufmarsch-in-dortmund-und-antifa-demo-in-salzwedel/ Das Alerta! – Bündnis der Dortmunder Antifa mit antifaschistischen Gruppen aus NRW mobilisiert gegen die Naziaufmarsch am 3. September.

1

Desweiteren möchten wir auf antifaschistische Demonstration in Salzwedel hinweisen.

3

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Le: N 20.08.: NPD-Kundgebung geplatzt http://anlw.blogsport.de/2011/08/26/le-n-20-08-npd-kundgebung-geplatzt/ http://anlw.blogsport.de/2011/08/26/le-n-20-08-npd-kundgebung-geplatzt/#comments Fri, 26 Aug 2011 14:10:16 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2011/08/26/le-n-20-08-npd-kundgebung-geplatzt/ Im Nachgang der geplatzten Kundgebung vom 20.08.2011 möchten wir euch auf zwei Artikel des Nachrichtenportals Indymedia sowie auf einenArtikel des Gamma Newsflyers hinweisen:

Der Artikel „Le: NPD-Kundgebung geplatzt“ dokumentiert die Ereignisse des 20.08. und gibt die Kritik an den Versammlungsverboten wie allgemeinen Verhalten von Polizei und Stadverwaltung wieder.

„Sachsen – ein Sommertrauma“ gibt die Position der Seite addn.me aus Dresden auf die letzten demokratieschädigenden Maßnahmen seitens der Landesregierung und der Sächsischen Justiz wieder.

Der Artikel „20. August: Flop im Steinbruch statt Machtprobe am Völkerschlachtdenkmal“ thematisiert die Auswirkungen der verbotenen Veranstaltung auf die Naziszene.

2

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http://anlw.blogsport.de/2011/08/26/le-n-20-08-npd-kundgebung-geplatzt/feed/
Mobiaktionen und News zum 20.08. http://anlw.blogsport.de/2011/08/18/mobiaktionen-und-news-zum-20-08/ http://anlw.blogsport.de/2011/08/18/mobiaktionen-und-news-zum-20-08/#comments Thu, 18 Aug 2011 14:49:38 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2011/08/18/mobiaktionen-und-news-zum-20-08/ Trotz Sommerloch bei der Polizei geht einiges in Leipzig. Unter anderem verschiedene Aktionen in Vorbereitung auf den 20. August. Neben einer auf der Seite der Kampagne Fence Off dokumentierten Aktion mit Biomüll im Hof des Nazizentrums, kam es auch zum erneuten Aufhängen eines Banners gegen Nationalismus in der Lütznerstraße.

Indy Transpi Lü

Auch gibt es ein Mobi-video zu den Protesten gegen die NPD Kundgebung am 20.08. :

Aktuelle Informationen über den Stand der Verbotsverfahren zu den Kundgebungen am 20.08. sowie Tipps für den Samstag bekommt ihr auf der Seite des Antifabündnisses

20.08. Banner 3

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http://anlw.blogsport.de/2011/08/18/mobiaktionen-und-news-zum-20-08/feed/
Stadt Leipzig will Proteste gegen NPD-Kundgebung am 20. August verbieten http://anlw.blogsport.de/2011/08/11/stadt-leipzig-will-proteste-gegen-npd-kundgebung-am-20-august-verbieten/ http://anlw.blogsport.de/2011/08/11/stadt-leipzig-will-proteste-gegen-npd-kundgebung-am-20-august-verbieten/#comments Thu, 11 Aug 2011 19:21:14 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2011/08/11/stadt-leipzig-will-proteste-gegen-npd-kundgebung-am-20-august-verbieten/ Anbei findet sich ein Artikel von Linksunten Indymedia, welcher das desorientierte Hin und Her der Stadt im Umgang mit Nazis beim 20. August dokumentiert. Aktuelle Infos zu den Gegenprotesten findet ihr auf der Mobilisierungsseite des Antifabündnisses

Smash Völki

Anlässlich einer NPD-Kundgebung am 20. August vor dem Leipziger Völkerschlachtdenkmal will die Stadt offenbar keine Proteste in Sicht- und Hörweite der Naziversammlung zulassen. Das geht aus den behördlichen Kooperationsgesprächen hervor, die mittlerweile mit den AnmelderInnen von Gegenveranstaltungen geführt wurden. Demnach akzeptiert die Stadt keine Proteste rund um das Völkerschlachtdenkmal.

Dieses bleibt der NPD vorbehalten, obwohl die rechte Kundgebung, bei der auch volksverhetzender Rechtsrock gespielt werden soll, nur den Vorplatz in Anspruch nehmen wird. Ein Bündnis linker und antifaschistischer Gruppen hatte ursprünglich eine Protest-Demo angemeldet, die am Völkerschlachtdenkmal vorbeiführen sollte.
Die angemeldete Route wurde abgelehnt, ebenso ein Kompromissvorschlag, der nicht am Völkerschlachtdenkmal vorbeifgeführt hätte. Damit hat die Stadt die Möglichkeit einer einvernehmlichen Lösung ausgeschlagen. Auch Kundgebungen der Zivilgesellschaft sollen nach dem Willen der Stadt auf entfernte Orte verlegt werden.

Das Antifa-Bündnis kritisiert den Kurs der Stadt. „Protest in Sicht- und Hörweite der Nazis ist legitim“, sagt Sprecherin Franziska Vorpahl. Dies entspricht auch der Ansicht des Bundesverfassungsgerichts. Nach Ansicht des Bündnisses folgt die Stadt jedoch dem Vorhaben des Polizeipräsidenten Horst Wawrzynski, Gegenproteste so weit wie möglich abzudrängen. „Dass diese dumme Taktik nicht aufgeht, konnte man im Februar dieses Jahres in Dresden sehen“, so Vorpahl.

Offenbar folgt die Leipziger Polizei dem Kurs des sächsischen Innenministeriums, antifaschistische Initiativen schon vorsorglich zu kriminalisieren, indem die Versammlungsfreiheit völlig unverhältnismäßig beschnitten wird.
Die Stadt hat sich damit auf das Kalkül der NPD eingelassen. Obwohl sich deren Veranstaltung auf dem Vorplatz des Völkerschlachtdenkmals abspielen wird, umfasst die Anmeldung der Neonazis auch umliegende Straßenzüge.

„Es ist offenkundig, dass damit Gegenproteste verhindert werden sollen. Vom Versammlungsrecht ist dieses Vorgehen nicht gedeckt“, schätzt Vorpahl ein. Das Antifa-Bündnis erwägt nun juristische Schritte und wird über das weitere Vorgehen zeitnah berichten. „Wir behalten die Mobilisierung auf jeden Fall aufrecht und pochen darauf, rechte Hetze öffentlich zu kritisieren, und zwar überall dort, wo man ihr Raum bietet.“

Über die Absicht, Proteste am 20. August zu unterbinden, informierte die antifaschistische Kampagne „Fence Off“ bereits in einer Pressemitteilung vom 22. Juli. Das Ordnungsamt dementierte dies mit einer eigenen Erklärung, handelt aber nun genau wie befürchtet.

Die Website des Antifa-Bündnisses :
http://20augustLE.blogsport.de

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Leipziger NPD lädt ein: Bombenleger Josef Kneifel referiert im “Nationalen Zentrum” http://anlw.blogsport.de/2011/08/11/leipziger-npd-laedt-ein-bombenleger-josef-kneifel-referiert-im-nationalen-zentrum/ http://anlw.blogsport.de/2011/08/11/leipziger-npd-laedt-ein-bombenleger-josef-kneifel-referiert-im-nationalen-zentrum/#comments Thu, 11 Aug 2011 19:10:28 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2011/08/11/leipziger-npd-laedt-ein-bombenleger-josef-kneifel-referiert-im-nationalen-zentrum/ Anbei dokumentieren wir einen Artikel des Nachrichtenportals Indymedia Linksunten von den Autor_innen Freundeskreis Gamma:
Kneifel

Unter dem Motto “Russenpanzer vom Sockel geholt!” lädt der NPD-Kreisverband Leipzig am kommenden Sonnabend, 13. August, zu einer Vortragsveranstaltung über “Widerstand in der ‘DDR’” in die Lindenauer Odermannstraße 8 ein. Die Versammlung im “nationalen Zentrum”, dem “Bürgerbüro” des NPD-Landtagsabgeordneten Winfried Petzold, wird in Nazikreisen bereits seit einigen Wochen beworben. Öffentlich bekannt gemacht wurde die Veranstaltung aber erst vor wenigen Tagen.

Anders als bei einigen früheren Veranstaltungen gibt es im Parteiblatt “Deutsche Stimme” keine Ankündigung des Termins. Womöglich, um Proteste zu verhindern, und sicher auch deswegen: Der Referent Josef Kneifel ist ein Rechtsterrorist und verurteilter Bombenleger.


Damals: Anschlag auf Befreiungs-Denkmal

Der heute 69-Jährige hat am 9. März 1980 versucht, ein sowjetisches Panzerdenkmal in Karl-Marx-Stadt zu sprengen. Seine selbst gebaute Bombe beschädigte zwar nur ein Rad des Panzers, verwüstete aber die Umgebung und verletzte mehrere PassantInnen leicht. Für die Tat, mit der Kneifel nach eigenen Worten ein “Zeichen setzen” wollte, wurde er im Jahr darauf verurteilt und 1987 in Richtung BRD entlassen. Dort berichtete er über angebliche Folterungen während der Haft. Für seine Verurteilung wurde er nach der “Wiedervereinigung” zwar nicht rehabilitiert, erhielt aber eine Entschädigung als “politischer Gefangener”.

Das als Anschlagsziel ausgewählte Chemnitzer Panzerdenkmal im Stadtteil Hilbersdorf erinnert an den 8. Mai 1945 als Tag der Befreiung, an dem sowjetische Truppen in die Stadt einrückten. Anstelle des T-34-Panzers wollte Kneifel ursprünglich das Marx-Monument im Stadtzentrum sprengen. Dass die Wahl doch auf den Panzer fiel, begründete Kneifel hinterher mit dem kurz zuvor erfolgten sowjetischen Einmarsch in Afghanistan.
Befreiungsdenkmal Chemnitz
Seine Geschichte konnte Kneifel desöfteren den Medien auftischen: Der MDR stellte ihn beispielsweise als “Wegbereiter” der Demokratie in Ostdeutschland hin, der SPIEGEL bezeichnete ihn als “Dissidenten”. Kneifel verwies in mehreren Interviews auch auf frühere Kirchenkontakte, die ihm die Freiheit in Westdeutschland ermöglichten, um sich als Angehöriger der DDR-Opposition auszugeben.


Heute: nazistischer “Gerechtigkeitsfanatiker”

Um demokratische Ziele ging es Kneifel nie. Dennoch goutierte ihn die Sächsische Zeitung als “Freiheitskämpfer”. In einem SäZ-Artikel von 2006 heißt es über Kneifels Nach-Wende-Leben gar, er arbeite heute “im Nürnberger Friedenskreis ebenso wie in einer rechten Gefangenenhilfsorganisation. Er sei kein Neonazi, aber ein Gerechtigkeitsfanatiker”.

Bei der “rechten Gefangenenhilforganisation” handelt es sich um die bekannte neonazistische “Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene und deren Angehörige” (HNG). Kneifel nahm wiederholt an deren Versammlungen teil. In der Verbandszeitschrift “Nachrichten der HNG” wurde er vorgestellt als “von zwei Besatzungssystemen politisch verfolgter Kamerad”. In einem dort abgedruckten Interview bekräftigte er seinen Glauben an eine “Weltverschwörung” und seine Sympathien für die Leugnung der Shoah. Auch deshalb wird Kneifel auf Nazi-Websites als “Vorkämpfer” porträtiert.

Der betagte Kneifel, der bei Nürnberg lebt und im Vorstand eines oberfränkischen Bezirksliga-Fußballvereins mitarbeitet, hält bis heute enge Kontakte zur deutschen Naziszene. Für diese organisierte er geschichtsrevisionistische Veranstaltungen, bei denen er auch selbst auftrat – wahlweise als Zeitzeuge oder “Experte”. Eine kritische Distanz zu seinem eigenen Handeln hat Kneifel nie eingenommen, im Gegenteil: Einer von vier seiner “Facebook”-Kontakte ist der bayrische Rechtsterrorist Martin Wiese, der 2003 einen Anschlag auf das Jüdische Zentrum München vorbereitet hat.

Vermehrtes Interesse am Rechtsterrorismus

In der letzten Zeit gab es in Leipzig und Umgebung mehrere Neonazi-Veranstaltungen, deren Referenten in der Szene vor allem für ihre militanten Aktionen bekannt sind. So führte der NPD-Aktivist Peter Naumann mehrere Schulungen bei Kadern des “Freien Netzes” und der NPD-Jugendorganisation “Jungen Nationaldemokraten” (JN) zu Aktions-Strategien durch. Naumann sprengte 1978 ein Denkmal zur Erinnerung an italienische Opfer der SS und 1979 zwei Fernsehsendemasten, um die Ausstrahlung der Fernsehserie “Holocaust” zu verhindern.

Für seine Terroraktionen saß Naumann drei Jahre in Haft und wurde dabei von der HNG betreut. Zuletzt wurden bei ihm 1995 zwei Rohrbomben gefunden. Seiner Karriere bei der NPD war das nicht abträglich, bis 2008 war er bei der sächsischen Landtagsfraktion angestellt. Im Herbst 2008 sagte Naumann bei einer Saalveranstaltung der nordrhein-westfälischen NPD wörtlich:

“Das Problem ist ja auch, dass unser Volk nicht erkennt, dass hier ein Krieg stattfindet, und es erkennt es nicht, weil kein Blut fließt.”

Für rechtsterroristische Anschläge verantwortlich ist auch Karl-Heinz Hoffmann, dem in Kohren-Sahlis ein ehemaliges Schloss und Rittergut gehört. Der 74-Jährige war Anführer der 1980 verbotenen “Wehrsportgruppe Hoffmann”. Im September 2010 referierte er im Gasthof Zollwitz in Hausdorf bei Colditz (Landkreis Leipzig) und pries die “disziplinierte militärische Organisationsform” für den “nationalen Widerstand”. Veranstalter war das “Freie Netz”, die Anreise der knapp 100 Teilnehmer koordinierte der Geithainer NPD-Stadtrat und “Freies Netz”-Kader Manuel Tripp.

Im Anschluss an den Vortrag gab es Hausdurchsuchungen bei Teilnehmern aus Jena, die unter dem Verdacht standen, selbst Sprengstoff besorgt und u.a. einen Anschlag auf eine Linke-Landespolitikerin geplant zu haben. Kurz darauf folgten Razzien auf dem Sahliser Grundstück und im Gasthof Zollwitz.
kneifel3

Die braune Show geht weiter

Mittlerweile ist ein weiterer Hoffmann-Auftritt beim so genannten “Theodor-Körner-Gedenktag” am 1. Oktober in “Mitteldeutschland” geplant. Organisiert wird die Veranstaltung von Eckart Bräuniger, der zugleich als Referent angekündigt wird. Bräuniger war in den 1990er Jahren an militanten Angriffen auf Linke beteiligt und verdingte sich als bewaffneter Söldner im kroatischen Bürgerkrieg.

Heute ist Bräuniger Mitglied im NPD-Bundesvorstand und fest angestellt als “Organisationsleiter” des parteieigenen “Deutsche Stimme”-Verlags in Riesa. Nach unbestätigten Informationen soll der “Theodor-Körner-Gedenktag”, für den bisher kaum geworben wird, auch dort stattfinden. Eingeladen wurde auch Martin Wiese.

Zuvor wird Bräuniger als Redner bei der NPD-Kundgebung am 20. August vor dem Leipziger Völkerschlachtdenkmal (GAMMA berichtete hier und hier) auftreten. An seiner Seite wird dann der Berliner NPD-Kader Sebastian Schmidtke stehen. Auf das Konto des von Schmidtke angeführten “Nationalen Widerstand (NW) Berlin” gehen mehrere Brandanschläge auf linke Einrichtungen.

Ob ein Kaliber wie Josef Kneifel am Sonnabend viel Publikum haben wird, ist dennoch nicht sicher. Zeitgleich findet in Geithain der von Manuel Tripp organisierte “Tag der Identität” statt. Außerdem ist in Berlin eine “Großkundgebung für die Mauertoten” angemeldet, wo Parteiprominenz wie Udo Voigt und Holger Apfel auflaufen wird.

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Nazikundgebung am 20.August verhindern! http://anlw.blogsport.de/2011/07/21/nazikundgebung-am-20-august-verhindern/ http://anlw.blogsport.de/2011/07/21/nazikundgebung-am-20-august-verhindern/#comments Thu, 21 Jul 2011 20:00:53 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2011/07/21/nazikundgebung-am-20-august-verhindern/ Turn Left – Smash Völki > Leipzig nimmt Platz Hintergrundinformationen findet ihr hier: > Artikel Indymedia > Artikel Gamma Die Antifademo „Turn Left – Smash Völki! Gegen die Nazi-Kundgebung am 20. August vor dem Leipziger Völkerschlachtdenkmal!“ [...]]]> Am 20. August wollen Nazis rund um NPD und JN eine Kundgebung bei dem Völkerschlachtdenkmal in Leipzig abhalten.

Dagegen wenden sich folgende Initiativen:
> Turn Left – Smash Völki
> Leipzig nimmt Platz

Hintergrundinformationen findet ihr hier:
> Artikel Indymedia
> Artikel Gamma

Die Antifademo „Turn Left – Smash Völki! Gegen die Nazi-Kundgebung am 20. August vor dem Leipziger Völkerschlachtdenkmal!“ startet am Wiedebachplatz (Leipzig, Connewitz) am 20.08.2011 um 9.30Uhr.

turn left smash völki

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Kein Tag länger das “nationale Zentrum”! http://anlw.blogsport.de/2011/07/09/kein-tag-laenger-das-nationale-zentrum/ http://anlw.blogsport.de/2011/07/09/kein-tag-laenger-das-nationale-zentrum/#comments Sat, 09 Jul 2011 11:59:23 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2011/07/09/kein-tag-laenger-das-nationale-zentrum/ 24. September 2011: Bundesweite Antifa-Demonstration
gegen das Nazi-Zentrum in Leipzig-Lindenau

fence-off-demo-mobi

Unter dem Motto Nazi-Strukturen zerschlagen, linke Politik verteidigen ruft die Kampagne “Fence Off – Weg mit dem Nazi-Zentrum in Leipzig” zu einer Antifa-Demonstration am 24. September in Leipzig auf.

Aktuelle Infos auf einen Blick gibts auf der Kampagnenseite, ihr erreicht sie unter demo.fenceoff.org

Mehr Informationen demnächst.

* Demonstrations-Aufruf
* Material und Werbung
* Tipps zur Anreise
* Live-Broadcast
* Rechtshilfe und Demo-Einmaleins
* Presse-Informationen

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http://anlw.blogsport.de/2011/07/09/kein-tag-laenger-das-nationale-zentrum/feed/
Entscheidung im Mordfall Kamal K. http://anlw.blogsport.de/2011/07/09/entscheidung-im-mordfall-kamal-k/ http://anlw.blogsport.de/2011/07/09/entscheidung-im-mordfall-kamal-k/#comments Sat, 09 Jul 2011 11:54:09 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2011/07/09/entscheidung-im-mordfall-kamal-k/ Einen empfehlenswerten Bericht zum Gerichtsentscheid über den Mordfall Kamal K. könnt ihr auf der Website des Initiativkreises Antirassismus finden. Anbei haben wir selbigen dokumentiert:

Nach vier Verhandlungstagen ist am 8.7. das Urteil im Mordfall Kamal gesprochen worden. Das Landgericht Leipzig verurteilte Marcus E. wegen Mord aus niedrigen Beweggründen zu 13 Jahren Haft und Daniel K. wegen gefährlicher Körperverletzung zu 3 Jahren Haft. Gegen Marcus E. wurde vom Gericht zudem eine Sicherungsverwahrung verhängt.
Damit folgte das Gericht im Hinblick auf Marcus E. der Nebenklage, die vor Gericht die Interessen der Familie des Ermordeten vertrat.

Mit dem Urteil würdigt das Schwurgericht des Landgerichtes das offensichtlich rassistische Motiv der beiden Täter. Diese sind – auch heute – hartgesottene Nazis. Das beweisen nicht nur die Nazi-Tätowierungen, die ihre Körper übersäen und die Thor-Steinar-Kleidung, die beide in jener Nacht trugen.
Daniel K. stieg schon um die Jahrtausendwende in die rechte Szene ein und wurde nach seinem Umzug von Leipzig nach Aachen Mitglied der Kameradschaft Aachener Land. In diesem Zusammenhang wurde er mehrfach, u.a. wegen Gewalttaten gegen nicht-rechte Menschen straffällig. Während seines bis April 2010 währenden Knast-Aufenthaltes lernte er in der JVA
Waldheim Marcus E. kennen. Diese Bekanntschaft kam nicht von ungefähr: beide verband u.a. ihre rassistische Gesinnung. Vor seiner vorzeitigen Haftentlassung bekundete Daniel K. gegenüber einem Sachverständigen, dass er zwar aus der organisierten rechten Szene aussteigen wolle, sein rechte Gesinnung aber nicht ablegen werde.
Dies mag ein Grund dafür gewesen sein, dass der eben aus der Haft entlassene Marcus E. auf einer „Kameradenbesuchstour“ auch ihn besuchte. Der gemeinsame Abend, den die beiden vor allem mit dem Trinken von Alkohol verbrachten, endete tödlich für Kamal K., der sich mit Freundin und einem Freund im Park vor dem Hauptbahnhof aufhielt.

Richter Jagenlauf argumentierte, dass die beiden Täter sich ganz bewusst in Nähe des Hauptbahnhofes bewegt hatten um Stress zu suchen. In Kamal, der einen erkennbaren Migrationshintergrund hat, fanden sie ein Opfer, das in ihre Feindbild passte. Insbesondere für Marcus E. sein Kamal kein Mensch, sondern unwertes Leben.
Rassismus bestimmt das Weltbild der Täter und hatte in dieser Nacht Auswirkungen auf ihr Handeln.

Bei aller Zufriedenheit mit dem Urteil und einer adäquaten Bestrafung der Täter bleibt im Hinblick auf die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei ein bitterer Beigeschmack. So erwies sich im Laufe der Verhandlung, dass die Polizei einem möglichen rassistischen Motiv der Täter nicht gewissenhaft nachgegangen ist. Bei einer Hausdurchsuchung in der Wohnung von Daniel K. wurden offensichtlich Gegenstände nicht beschlagnahmt, die dessen rechte Gesinnung nachweisen. Falsche Aussagen über den Zeitpunkt seines Einstiegs in die rechte Szene oder die Frage warum er in der Tatnacht politisch rechts belegte Kleidung trug, ließen die ermittelnden Beamten unbeachtet. Offen bleibt auch die Frage ob sich jemand vor der Hausdurchsuchung in der Wohnung K.s zu schaffen gemacht hat. Denn weder Spuren des Umtrunkes, den die beiden Täter vor ihrer „Sauftour“ in der Wohnung genommen hatten, noch eine mit rechter Kleidung und Literatur gefüllte Reisetasche, die wenig später bei der Polizei von Daniel K. für Marcus E. abgegeben wurde, fanden sich dort.

Das heute verkündete Urteil wird Kamal nicht wieder lebendig machen geschweige denn bei den Angehörigen ein Gefühl von Gerechtigkeit hinterlassen. Die Frage nach dem „Warum“, die Angehörige und FreundInnen von Kamal in Form von bedruckten T-Shirts im Gerichtssaal stellten, hat das Gericht allerdings beantwortet.

Betrachtet man vergleichbare Fälle, in denen die wirkliche Motivation der Täter viel zu oft unbeachtet blieb, scheute sich das Gericht nicht den Finger in die Wunde zu legen und damit die krasse Dimension rechter Ideologie sichtbar zu machen.
Auf Basis des Urteils muss Kamal K. auch offiziell als Opfer rechter Gewalt anerkannt werden. Zumindest eine Leerstelle in der lückenhaften offiziellen Statistik könnte so geschlossen werden. Von über 150 Todesopfern rechter Gewalt werden von der Bundesregierung nur 47 gezählt.

Der Prozess gegen die Mörder von Kamal hat schlussendlich auch eines deutlich gemacht: Es bedarf weiterhin engagierter Bemühungen der gesamten Gesellschaft gegen menschenverachtende Einstellungen. Auf dass sich eine solche Tat nie wiederholen möge.

>>> Der Initiativkreis im Interview

- mit Radio Z (8.7.2011)

- mit Radio blau (8.7.2011) < <<

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Noch eine Woche bis zum “Push It To The Limit” http://anlw.blogsport.de/2011/05/16/noch-eine-woche-bis-zum-push-it-to-the-limit/ http://anlw.blogsport.de/2011/05/16/noch-eine-woche-bis-zum-push-it-to-the-limit/#comments Mon, 16 May 2011 16:01:16 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2011/05/16/noch-eine-woche-bis-zum-push-it-to-the-limit/ Anbei ein Hinweis auf die Kundgebung am 21. Mai – das ist schon nächsten Sonnabend! – seitens der Fence-Off-Kampagne. Zwischen 13 und 21 Uhr wird es auf dem Karl-Heine-Platz in Lindenau Redebeiträge, Workshops und Live-Musik geben.

fence off

Mittlerweile sind die zugehörigen Flyer gedruckt zu bekommen. Darauf steht alles Wichtige: Aufruf, Line-Up, Rahmenprogramm, Anreisetipps und eine Übersichtskarte. Den Flyer könnt ihr natürlich auch downloaden (PDF, 1.5 MB) und online drin blättern (bitte Flash aktivieren; Stand: 13.05.):

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Erklärung zur Kriminalisierung antifaschistischen Engagements http://anlw.blogsport.de/2011/05/16/erklaerung-zur-kriminalisierung-antifaschistischen-engagements/ http://anlw.blogsport.de/2011/05/16/erklaerung-zur-kriminalisierung-antifaschistischen-engagements/#comments Mon, 16 May 2011 15:47:54 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2011/05/16/erklaerung-zur-kriminalisierung-antifaschistischen-engagements/ Das ANLW unterstützt die anbei dokumentierte Erklärung zur Sächsischen Demokratie :

Erklärung zur Kriminalisierung

Am Abend des 19. Februar stürmte die Polizei das Info- und Pressebüro des Bündnisses „Dresden Nazifrei“. Im April und Mai folgten großangelegte Razzien in Sachsen und Brandenburg. 20 Wohnungen von Antifaschist_innen wurden durchsucht. Grundlage dafür ist ein Ermittlungsverfahren nach §129 des Strafgesetzbuches. 17 Personen werden darin beschuldigt, kriminelle Vereinigungen gebildet zu haben, die für Angriffe auf Nazis sowie Sachbeschädigungen verantwortlich sein sollen. Zu den Durchsuchungen mobilisierte die Polizei Großaufgebote und zum Teil schwer bewaffnete Spezialeinsatzkommandos. Das martialischen Auftreten soll linke und antifaschistische Strukturen einschüchtern und in der Öffentlichkeit deren vermeintliche Gefährlichkeit vor Augen führen. Großzügige (Vorab-)Informationen für Journalist_innen, Bildmaterial von verletzten Nazis und Interviews von LKA-Chef und Innenminister über die unterschätzte „Gefahr von links“ taten das Übrige für die erwünschten Schlagzeilen.

Diese Ermittlungen sind Ausdruck eines politischen Programms, dass die schwarz-gelbe Regierung Sachsens seit 2009 immer intensiver verfolgt. Auf der Grundlage einer Extremismus-Doktrin versuchen CDU und FDP antifaschistisches Engagement zu diskreditieren.

In einem Interview sprach Innenministers Markus Ulbig (CDU) vom Anstieg „linksextremer Gewalttaten“, von 89 im Jahr 2009 auf 130 im Folgejahr. Woraus der plötzliche Zuwachs resultiert, erörterte er nicht. Er beruht vor allem auf Großereignissen, wie den Protesten gegen die Naziaufmärsche am 13. und 14. Februar 2010 in Verbindung mit dem weit gefassten Gewaltbegriff der Statistik zur „Politisch motivierten Kriminalität“. So fällt hierunter bereits „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“ – also zum Beispiel das aktive Stemmen gegen den Boden bei Räumung einer Sitzblockade.

Nach den auf Bundes- und Landesebene forcierten Warnungen vor dem unterschätzten „Linksextremismus“ mussten nun endlich „Tatsachen“ aus dem Hut gezaubert werden. Dieses Ermittlungsverfahren mit seiner medialen Begleitung soll Argumente für eine repressive Politik gegen linke Strukturen liefern. Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt (LKA) bemühen sich sehr darum, das öffentliche Bild der „linksextremen Schläger“ (SäZ) zu untermauern. Die Ermittlungen indes basieren auf einer fragwürdigen Grundlage. Der § 129 ist ein Gesinnungs- und Ermittlungsparagraf. Er wird nahezu ausschließlich im politischen Bereich angewendet, jedoch nur ausnahmsweise zur Anklage oder gar Verurteilung gebracht. Er gibt den Behörden weitreichende Instrumente an die Hand, etwa die Überwachung von Telekommunikation, Observationen oder den Einsatz verdeckter Ermittler. Dieses Repertoire kann großzügig auf nahezu beliebige Personenzusammenhänge angewendet werden. Es genügt ein geringer Anfangsverdacht. Im vorliegenden Fall ist dieser mit Telefonaten gegeben, in denen über Veranstaltungen von Nazis informiert wurde. Zusammenhänge zwischen den Beschuldigten und den vorgeworfenen Straftaten bleiben nebulös. Ganz real hingegen sind die empfindlichen Eingriffe in die Privatsphäre der Betroffenen und der materielle Schaden in Folge der Durchsuchungen, die neben vielen Privatwohnungen auch das „Haus der Begegnung“ betraf, in dem sich im Februar das Büro von „Dresden Nazifrei“ befand.

„Das ist sächsische Demokratie.“ (Wolfgang Thierse)

Politiker_innen oppositioneller, demokratischer Parteien von SPD über Bündnis ́90/Grünen bis hin zur Linkspartei wird immer wieder aufgrund ihres Engagements gegen Nazis zweifelhafte Verfassungstreue unterstellt. Die Staatsanwaltschaft Dresden ermittelte wegen der Teilnahme an Blockaden des Nazigroßaufmarschs gegen den Fraktionsvorsitzenden der Linkspartei André Hahn und sprang auch für die Strafanzeige gegen Wolfgang Thierse (Bundestagsvizepräsident, SPD) aufgrund seiner Äußerungen zum Zustand der sächsischen Demokratie in die Bresche. Zivilgesellschaftliche Initiativen und Antidiskriminierungsvereine werden vom Freistaat immer stärker kontrolliert und an die Leine genommen. Sie sollen sich per Unterschrift zur FdGO bekennen und überprüfen, ob ihre Partner_innen „Extremisten“ sind. Hier wird auf Methoden autoritärer Regime zurückgegriffen. Schlussendlich wird repressiv gegen die außerparlamentarische Linke und Antifas vorgegangen.

Nicht mit uns!

Antifaschistisches Engagement ist und bleibt notwendig, solange diskriminierende und autoritäre Zustände existieren. Die Gleichsetzung von Links und Rechts, die mit der Extremismus-Doktrin behauptet wird, entbehrt jeder Grundlage. Rechte Gewalttaten auf Leib und Leben von Menschen, Naziveranstaltungen und diskriminierende Einstellungen sind das Problem, dem es zu begegnen gilt. Wir werden uns trotz staatlicher Diffamierung, Gängelung und Kriminalisierungskampagnen auch in Zukunft gegen Nazis und rechte Einstellungen in der Mehrheitsgesellschaft einsetzen. Wir werden auch in Zukunft unsere Demonstrations- und Meinungsfreiheit wahrnehmen, um ohne staatliche Reglementierung gegen Nazis zu protestieren. Ziviler Ungehorsam ist dafür notwendig und legitim. Wir solidarisieren uns mit Menschen, Vereinen und Initiativen die sich für eine offene, faire und gleichberechtigte Gesellschaft einsetzen.

16. Mai 2011 – Kampagne zum Zustand sächsischer Demokratie

Unterstützung

Wenn ihr diese Erklärung unterstützen wollt, schreibt an unterstuetzen@sachsens-demokratie.net
Zur kompletten Liste der Unterstützer.

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Konter gegen aktuelle staatliche Repressionswelle http://anlw.blogsport.de/2011/04/15/konter-gegen-aktuelle-staatliche-repressionswelle/ http://anlw.blogsport.de/2011/04/15/konter-gegen-aktuelle-staatliche-repressionswelle/#comments Fri, 15 Apr 2011 01:21:05 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2011/04/15/konter-gegen-aktuelle-staatliche-repressionswelle/ Gegen die aktuelle Welle staatlicher Repression demonstrierten am Dienstagabend (12. April) im Leipziger Süden 600 Menschen – darunter zahlreiche linke und antifaschistische Gruppen. Anlass waren groß angelegte Polizeirazzien am Dienstagmorgen, bei denen in Sachsen und Brandenburg insgesamt 20 Wohnungen und Geschäftsräume durch das Landeskriminalamt zeitgleich durchsucht worden sind. Die meisten Durchsuchungen haben in Dresden stattgefunden, eine in Leipzig.
Antirepdemo Leipzig
Anbei findet ihr Links zu entsprechenden Berichten und Hintergrundartikeln die sich u.a. auch mit der Rolle der neuen Spitze des sächsischen Landeskriminalamtes rund um den CDU Parteigaenger und 50-jährigen Juristen Jörg Michaelis beschaeftigen. Dieser kuendigte schon wenige Tage nach seiner Amtsuebernahme Aktionen gegen so genannte „linksextreme“ Gewalttäter als neuen Schwerpunkt an und offenbarte so seine Verkennung der Realitaet in Sachsen.

Bericht zur Demo auf de.indymedia.org

Hintergrundartikel zur neuen staatlichen Repressionswelle in Folge des Personalwechsels im LKA

Artikel in der Leipziger Internetzeitung zur Demonstration

Artikel in der Onlineausgabe Leipziger Volkszeitung zur Demonstration

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Fence Off und Mayday 2011 http://anlw.blogsport.de/2011/03/30/fence-off-und-mayday-2011/ http://anlw.blogsport.de/2011/03/30/fence-off-und-mayday-2011/#comments Wed, 30 Mar 2011 22:54:36 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2011/03/30/fence-off-und-mayday-2011/ Seit diesem Fruehjahr laufen zwei Kampagnen in Leipzig, welche wir unterstuetzen und auf die wir euch aufmerksam machen wollen:

fence off future unwritten

Die naechste Veranstaltung zum einfach vorbeischauen finden seitens des 1. Mai Buendnis wahlweise in Connewitz oder Plagwitz statt:

Am 5. April 2011:
Auftaktveranstaltung mit dem 1.Mai Buendnis | Conne Island | 19 Uhr (Vortrag und Diskussion) (19:00)

Am 7. April 2011:
Auftaktveranstaltung mit dem 1.Mai Buendnis | Plaque | 21 Uhr (Vortrag und Diskussion) (21:00)

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OVG bestätigt: Nur stationäre Kundgebung am Hauptbahnhof ist erlaubt http://anlw.blogsport.de/2010/10/15/ovg-bestaetigt-nur-stationaere-kundgebung-am-hauptbahnhof-ist-erlaubt/ http://anlw.blogsport.de/2010/10/15/ovg-bestaetigt-nur-stationaere-kundgebung-am-hauptbahnhof-ist-erlaubt/#comments Fri, 15 Oct 2010 17:56:34 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2010/10/15/ovg-bestaetigt-nur-stationaere-kundgebung-am-hauptbahnhof-ist-erlaubt/ Roter Oktober meint dazu:

Soeben hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Bautzen eine – auf diesem Rechtsweg nicht mehr anfechtbare – Entscheidung gegen die Nazianmelder getroffen. Demnach ist am morgigen Sonnabend lediglich eine stationäre Kundgebung am Hauptbahnhof/Ostseite von 13 bis 17 Uhr erlaubt. Das heißt: Alle anderen Routen fallen flach. Ein Abbruch der Nazimobilisierung ist unterdessen nicht zu beobachten – deswegen werden auch alle angekündigten Gegenaktionen stattfinden. Ob die Nazis ihre Ankündigung wahr machen können, im Stadtgebiet „spontan“ zu marschieren, oder am antifaschistischen Widerstand scheitern werden, hängt nun von euch ab. Seid rechtzeitig auf der Straße!

Übrigens hat die Polizei bereits mit Personenkontrollen am Hauptbahnhof begonnen. In mehreren Vierteln der Stadt stehen lange Ketten von Einsatzfahrzeugen. Passt auf euch auf!

Artikel der Leipziger Internetzeitung

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Nachttanzdemo entfällt! http://anlw.blogsport.de/2010/10/15/nachttanzdemo-entfaellt/ http://anlw.blogsport.de/2010/10/15/nachttanzdemo-entfaellt/#comments Fri, 15 Oct 2010 15:52:58 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2010/10/15/nachttanzdemo-entfaellt/ Die Linksjugend Leipzig hat die für heute geplante Nachttanzdemo nach einer gerichtlichen Niederlage vor dem Verwaltungsgericht abgesagt, jedoch eine Fortsetzungsfestellungsklage mit dem Umgang ihrer Veranstaltung angekündigt.

Aus der Pressemitteilung der Linksjugend:

Pressemitteilung, 15. Oktober 2010

+++ Linksjugend Leipzig kündigt Fortsetzungsfestellungsklage gegen Entscheidung des Verwaltungserichts an +++ Nachttanzdemo wird abgesagt +++ Verhalten von Polizei und Ordnungsamt tritt Versammlungsfreiheit mit Füßen

Die Linksjugend Leipzig ist zu weiten Teilen vor dem Verwaltungsgericht unterlegen. Die Auflagen der Stadt, wonach die geplante Nachttanzdemo zu einer stationären Kundgebung auf dem Augustplatz umgewandelt werden sollte, wurden vom Gericht bestätigt. Dem Widerspruch der Linksjugend gegen die Lautstärkereduzierung auf 70 Dezibel gab das Gericht hingegen statt.

Die Möglichkeit vor das Oberverwaltungsgericht Bautzen zu ziehen, wird die Linksjugend aufgrund der kurzen Vorbereitungszeit nicht wahrnehmen. „Der Umgang des Ordnungsamtes und der Polizei mit unserer Veranstaltung ist in keiner Weise hinnehmbar. Unsere Veranstaltung wurde am 4. Oktober angemeldet, dennoch haben wir den Auflagenbescheid erst einen Tag vor der Veranstaltung erhalten“, so ein Sprecher der Linksjugend Leipzig. „Das hat es für uns fast unmöglich gemacht, angemessen zu reagieren und von den möglichen Rechtsmitteln gebrauch zu machen. Dieser Umgang mit einer angemeldeten Veranstaltung mit durchgehend friedlichem Charakter ist ein nicht zu rechtfertigender Umgang mit dem Grundrecht der Versammlungsfreiheit.“, so der Sprecher weiter.

Die Auflagen selbst wertet die Linksjugend zudem als ein de-facto-Verbot der Veranstaltung: „Die in den Auflagen vorgesehenen Änderungen, wie die Umwandlung in eine stationäre Kundgebung weitab des angedachten Aufzugsortes, hat mit der ursprünglichen Form der Veranstaltung nichts mehr zu tun. Die Nachttanzdemo kann unter solchen Auflagen aus unserer Sicht also als verboten gelten.“

Bereits im Kooperationsgespräch hatten Polizei und Ordnungsamt auf nicht näher bestimmte Gefahrenprognosen des Verfassungsschutzes hingewiesen. „Die Einschätzung von Polizei und Verfassungsschutz, es könne in der Odermannstraße zu ‚Auseinandersetzungen kommen‘, hat weder Hand noch Fuß. Bis jetzt sind alle angemeldeten Aufzüge entlang der Odermannstraße von linker Seite her durchgehend friedlich verlaufen.“ Diese Prognose könne ferner maximal für eine Routenänderung herhalten, nicht jedoch für so drastische Maßnahmen wie eine Untersagung des ursprünglich Aufzuges, betont die Linksjugend.

„Der Umgang mit unserer Veranstaltung, insbesondere die Zustellung der Auflagen erst einen Tag vor der angesetzten Veranstaltung sowie die Berufung auf nicht nachvollziehbare und aus unserer sicht nicht haltbare Gefahrenprognosen, ist durchweg inakzeptabel. Wir werden deshalb im Nachgang eine Fortsetzungsfeststellungsklage einreichen.“

Aufgrund der Sachlage sieht die Linksjugend von der Durchführung der Nachttanzdemo ab. Die alternativ vorgesehene Kundgebung am Augustplatz entfällt ebenfalls.

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Nazi-Widerspruch gescheitert, Mobilisierung geht weiter http://anlw.blogsport.de/2010/10/15/nazi-widerspruch-gescheitert-mobilisierung-geht-weiter/ http://anlw.blogsport.de/2010/10/15/nazi-widerspruch-gescheitert-mobilisierung-geht-weiter/#comments Fri, 15 Oct 2010 12:46:43 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2010/10/15/nazi-widerspruch-gescheitert-mobilisierung-geht-weiter/ Das Leipziger Verwaltungsgericht hat den Widerspruch der Nazis gegen die verhängten Auflagen soeben abgewiesen. Es folgt eine Einschätzung des antifaschistischen Bündnis Roter Oktober.

Zuvor war verfügt worden, dass statt der vier Aufmärsche ab 11 bzw. 12 Uhr nur eine stationäre Kundgebung am Hauptbahnhof (Ostseite) von 13 bis 17 Uhr stattfinden darf. Die Nazis werden nun vor das Oberverwaltungsgericht Bautzen ziehen. Eine juristische Entscheidung wird dadurch erst extrem kurzfristig vorliegen. Die Veranstalter rufen ungeachtet dessen weiterhin dazu auf, nach Leipzig zu kommen – um nicht die derzeit genehmigte Kundgebung anzusteuern, sondern „spontan und kreativ“ zu marschieren.

Das heißt: Unsere antifaschistische Mobilisierung läuft unverändert weiter – dasselbe gilt für das Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“. In den nächsten Stunden wird vom Roten Oktober übrigens die Telefonnummer des Infotelefons, das morgen für euch geschaltet sein wird, sowie den Kontakt zum Ermittlungsausschuss (EA) veröffentlicht. Außerdem wird ein Stadtplan zum Ausdrucken vorbereitet. Es schadet freilich nichts, wenn ihr euch noch eine „richtige“ Karte besorgt. Wenn ihr bis morgen nicht zum ausdrucken gekommen seid, wird es auch Stadtpläne bei den Infopunkten des Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ geben.

Zur heutigen antifaschistischen Nachttanzdemo liegt übrigens noch kein Gerichtsentscheid vor. Statt der vorgesehenen Route soll die Demo nach dem Willen der Stadt nur als Kundgebung auf dem Augustusplatz von 18 bis 20 Uhr stattfinden. Wie es in der Presse hieß, habe man Angst vor „Störern“.

Die Website von Roter Oktober hält euch natürlich auf dem Laufenden. Bleibt wachsam – seid entschlossen!

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Infos und Hintergründe zum 16.10. in Leipzig http://anlw.blogsport.de/2010/10/03/infos-und-hintergruende-zum-roten-oktober/ http://anlw.blogsport.de/2010/10/03/infos-und-hintergruende-zum-roten-oktober/#comments Sun, 03 Oct 2010 09:49:33 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2010/10/03/infos-und-hintergruende-zum-roten-oktober/ Mit mehreren Aufmärschen wollen Neonazis am 16. Oktober durch Leipzig ziehen. Das braune Spektakel steht unter dem Motto „Recht auf Zukunft“ und soll nachholen, was vor fast genau einem Jahr gescheitert ist: Am 17. Oktober 2009 steckten mehr als 1300 Neonazis für viele Stunden im Leipziger Osten fest, abgeschirmt durch die Polizei und eingekeilt von Protestblockaden. Diese sind dank 3000 Gegendemonstrant_innen erfolgreich gewesen. Nun steht derselbe Spuk wieder an – und wir erwägen alles Nötige, um ihn wieder zu beenden.

Aktuelle Infos

- Erste Lageeinschätzung des Antifa-Bündnisses „Roter Oktober“ sowie weitere Infos auf der Bündnisswebsite

- Diskussionsbeitrag zum Aufruf des Bündnisses gibt es von der Erfurter Gruppe AG17.

- Umfassender Indymediaartikel zu den Protesten

- Website des Bündnisses Leipzig nimmt Platz

Mobilisierungsvideos

- Graffiti-Aktion-Straßenbahn

antifa graffiti action leipzig/germany

- Graffiti-Aktion-Zaun(geringe Videoqualität)

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Kritik der Nation in Bremen und Jena http://anlw.blogsport.de/2010/09/28/kritik-der-nation-in-bremen-und-jena/ http://anlw.blogsport.de/2010/09/28/kritik-der-nation-in-bremen-und-jena/#comments Tue, 28 Sep 2010 10:19:43 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2010/09/28/kritik-der-nation-in-bremen-und-jena/ Auch dieses Jahr gibt es kritische Positionierungen und Aktionen gegen die Nation, diesen Staat und deren ‚Partys‘.

Bremen – Kein Tag für die Nation – Kein Tag für Deutschland

Am dritten Oktober 2010 jährt sich zum zwanzigsten mal die „Wiedervereinigung“ Deutschlands. Vom 2.-3. Oktober finden in Bremen die offiziellen Feierlichkeiten unter dem Motto „20 Jahre deutsche Einheit“ statt. Die entsprechende Kritik dagegen gibt es von der Basisgruppe Antifaschismus Hannover und dem kommunistischen Bündnis …ums Ganze!. Ein organisierter Bus von Leipzig nach Bremen ist vorhanden. Weitere weniger inhaltliche Mobivideos gibt es hier und da.

Jena – Schwarz. Rot. Gold …sind nicht mal alles Farben!

Diese Nation also feiert sich selbst und Jena feiert mit, denn schließlich haben die Farben des Jenaer reaktionären Männerbundes, der Urburschenschaft Arminia auf dem Burgkeller, ihren Wiederhall in der deutschen Nationalfahne gefunden. Passend zum deutschen Nationalfeiertag soll am 3. Oktober eine Ausstellung mit dem Originalfetzen „als ein besonders spannendes Stück deutscher Erinnerungskultur“ eröffnet werden. Ganz vorne dabei ist in der Diskussion um die Wiege der Nationalfahne die Initiative „Jenaer Symposium“, die aus diesem Grund ein Nationalmuseum in Jena fordert.

Banner für Keine Farben Blog

Die „deutschen Farben“ stehen jedoch keinesfalls für ein fröhliches, weltoffenes und friedliches Deutschland, sondern sind Symbol für Abgrenzungsmechanismen und Gewalt nach Außen sowie Diskriminierung und Repression nach Innen, Symbol für einen Nationalstaat im Kapitalismus. Schwarz. Rot. Gold …sind nicht mal alles Farben! Dagegen positioniert sich das Jenaer Bündniss Schwarz. Rot. Gold …sind nicht mal alles Farben! mit einer antinationalen Demonstration und einer Veranstaltungsreihe.

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Hintergrund: Entwicklung der nationalsozialistischen Szene in Leipzig http://anlw.blogsport.de/2010/09/23/hintergrund-entwicklung-der-nationalsozialistischen-szene-in-leipzig/ http://anlw.blogsport.de/2010/09/23/hintergrund-entwicklung-der-nationalsozialistischen-szene-in-leipzig/#comments Thu, 23 Sep 2010 10:04:00 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2010/09/23/hintergrund-entwicklung-der-nationalsozialistischen-szene-in-leipzig/ Einen Interessanten Hintergrundartikel zur Entwicklung der nationalsozialistischen Szene in Leipzig von Juliane Nagel findet ihr auf der Website des Bündnisses Leipzig nimmt Platz. Dieses bereitet sich mit massenhaften Sitzblockade auf die antifaschistischen Proteste am 16.10. in Leipzig vor:

Hintergrundartikel

Homepage des Bündnisses

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Leipzig 16. Oktober Aufruf zu antifaschistischen Protest- und Widerstand http://anlw.blogsport.de/2010/09/23/leipzig-16-oktober-aufruf-zu-antifaschistischen-protest-und-widerstand/ http://anlw.blogsport.de/2010/09/23/leipzig-16-oktober-aufruf-zu-antifaschistischen-protest-und-widerstand/#comments Thu, 23 Sep 2010 09:59:32 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2010/09/23/leipzig-16-oktober-aufruf-zu-antifaschistischen-protest-und-widerstand/ Mit mehreren Aufmärschen wollen Neonazis am 16. Oktober durch Leipzig ziehen. Das braune Spektakel steht unter dem Motto „Recht auf Zukunft“ und soll nachholen, was vor fast genau einem Jahr gescheitert ist: Am 17. Oktober 2009 steckten mehr als 1300 Neonazis für viele Stunden im Leipziger Osten fest, abgeschirmt durch die Polizei und eingekeilt von Protestblockaden. Diese sind dank 3000 Gegendemonstrant_innen erfolgreich gewesen. Nun steht derselbe Spuk wieder an – und wir erwägen alles Nötige, um ihn wieder zu beenden.

Alle Infos sowie Tipps und Tricks für den Tag findet ihr auf der Homepage des von uns unterstützten Bündnis:
Roter Oktober

Leipzig-Aufmärsche sollen zentrale Szene-Events werden

Veranstaltet werden die Aufmärsche von rechten Aktivist_innen aus Leipzig. Sie stammen aus den Kameradschafts-Gruppen „Freies Leipzig“, „Aktionsbündnis Leipzig“ und der „Jungen Nationaldemokraten Leipzig“, teils mit deutlichen personellen Überschneidungen. Ihre Anhänger_innen organisieren sich seit Jahren unbehelligt im „Freien Netz“, einer gewaltbereiten Kameradschafts-Vernetzung, die sich zum Nationalsozialismus bekennt und Ableger in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Bayern gegründet hat.

Ihre Aufmärsche dienen der Verbreitung rechter Propaganda, und zwar in einer Form, die durch das Versammlungsrecht gedeckt ist. Dadurch wird das Aufmarschgebiet zur Angstzone für alle, die dem Feindbild der Neonazis entsprechen, aber auch in den Augen der Polizei Delinquent_innen sind. Mit dieser Verdrängung und dem Gestus der Gewalt, der dabei vermittelt wird, unterstreichen Neonazis ihre Radikalität und den Anspruch, selbst Termine zu setzen, Bedingungen zu stellen und Konfrontationen zu suchen. Das wirkt anziehend auf eine Klientel, die Gewalterfahrungen zuspricht und herbeiführen will. Als erste Organisation hat den aktuellen Aufmarsch-Aufruf daher keine Neonazi-Kameradschaft verbreitet, sondern die „Blue Caps LE“, eine rechte Hooligan-Gruppierung des 1. FC Lokomotive.

Solche Aufmärsche sollen für die gesamte rechte Szene integrierend wirken. Nach ihren Misserfolgen am 13. Februar in Dresden, am 1. Mai in Berlin und dem 4. September in Dortmund suchen Neonazis nun wieder nach einem funktionierenden „Großaufmarsch“ – und Leipzig ist eine Option. Dass darüber in den Medien zumeist wieder unter dem Aspekt der Gewalt ausführlich berichtet wird, überlagert die offenkundig nationalsozialistischen Positionen, wegen denen sie auf die Straße gehen und die nur selten zurückgewiesen werden.

Opfer des „Systems“?
Mit ihrer Kampagne „Recht auf Zukunft“ propagieren Neonazis einen „nationalen Sozialismus“ als politisches Ideal. Im Aufmarsch-Aufruf zum Thema „Antikapitalismus“ heißt es, „Zukunft“ bedeute „Geborgenheit in einer solidarischen Gemeinschaft“. Dahinter steht die Vorstellung einer „Volksgemeinschaft vom einfachen Arbeiter bis zum nationalen Großunternehmer“ – also ein repressives Konzept des historischen Nationalsozialismus. Zwar ist dieses weitgehend diskreditiert; sehr wohl aber gelingt Neonazis damit der Anschluss an ohnehin populäre Themen. Anknüpfend an die rassistischen Grundthese der aktuellen Hetze gegen Migrant_innen wird behauptet, „unsere Existenz als Volk“ sei akut bedroht.

Zudem erklärt der Aufruf in antisemitischer Tradition, das „deutsche Volk“ werde „von globalen Finanzjongleuren und Hochkapitalisten rücksichtslos ausgeplündert“ und es leiste „Frondienst am globalen Zinskapital“. Ziel sei jene „neue Volksgemeinschaft, in der Besitz nichts und Leistung und Können alles zählen“. Und das, obwohl Eigentumslosigkeit beständige Wirklichkeit für die meisten Menschen ist und Kapitalismus bereits darauf basiert, das private „Können“ in der Konkurrenz zu bewähren und eben dafür Leistung erbringen, d.h. die eigene Arbeitskraft verkaufen zu müssen. – Der hier bemühte „Antikapitalismus von rechts“ hat insofern nichts mit einer Kritik, aber viel mit einem Lob des Kapitalismus gemein.

Weit praktischere Ziele verfolgen die Neonazis unterdessen in ihrem Aufruf unter dem Titel „Gegen Polizeiwillkür und staatliche Gewalt“. Dort wird der verpatzte Aufmarsch 2009 als „nackte Willkür des polizeilichen Repressionsapparates“ dargestellt, die Neonazis-Szene werde als „revolutionäre Bewegung verfolgt und kriminalisiert.“ – Tatsächlich jedoch wurden fast alle Anzeigen, die von der Polizei gegen Teilnehmer_innen des damaligen Aufmarsches aufgenommen worden sind, wieder eingestellt.

Blick zurück nach vorn

Neonazi-Aufmärsche haben in Leipzig Tradition. Seit 2001 ist der Hamburger Christian Worch siebzehn Mal durch die Stadt marschiert, wegen des hohen Migrant_innenanteils oft durch Stadtteile im Leipziger Osten. Weitere Ziele waren das symbolträchtige Völkerschlachtdenkmal oder der als alternativ geltende Stadtteil Connewitz sein. Diese Aufmärsche wurden von umfangreichen Gegenprotesten und meist erfolgreichen Blockadeaktionen begleitet. So auch am 1. Mai 2006: Damals wollten Neonazis schon einmal zwei Demonstrationen zeitgleich durchführen. Angesichts der 5000 Gegendemonstrant_innen konnten sie dies jedoch nicht durchsetzen. Ein Jahr darauf war dann sogar der „harte Kern“ erschöpft: Worchs letzten Leipzig-Aufmarsch im Juni 2007 besuchten gerade einmal noch 37 Personen.

Nach wie vor ist Leipzig auch für die NPD ein heißes Eisen, seitdem sie am 1. Mai 1998 zum Völkerschlachtdenkmal mobilisiert hatte und es dort zu Straßenschlachten gekommen war. Zuletzt wollte die NPD am 15. März 2008 gemeinsam mit „Freien Kräften“ durch die Leipziger City ziehen, meldete ihren Aufmarsch aber einen Tag zuvor wieder ab. Der 17. Oktober 2009 war insofern ein Versuch der organisierten Neonazi-Szene, in Leipzig wieder die Öffentlichkeit zu suchen. Nach dem verpatzten Aufmarsch trafen sich die „Freien Kräfte“ im Laufe des Jahres zu Spontandemonstrationen, um den „staatlichen Repressionsapparat“ zu umgehen. Ihr Ruf nach dem „nationalen Sozialismus“ erlangte dabei, auch mangels Mobilisierungskraft, nicht die gewünschte Öffentlichkeit.

364 Tage nach dem ersten Akt könnten die Neonazis Erfolg haben – aber nur, wenn entschlossene Gegenproteste ausbleiben. Mit denen rechnen die Nazis selbst und versuchen deswegen, sie durch zwei separate Aufmärsche zu umgehen. Erfolg werden die Gegenproteste dann haben, wenn sie beiden Aufmärschen den Weg abschneiden. Wir laden alle fortschrittlich denkenden Menschen ein, dazu beizutragen.

Wie das geht? Auf allen Ebenen, mit allen Mitteln!
Kommt nach Leipzig & beteiligt euch an den antifaschistischen
Protesten gegen die Naziaufmärsche!

Aufruf als A4-Druckvorlage (PDF, 589 kB)

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http://anlw.blogsport.de/2010/08/11/40/ http://anlw.blogsport.de/2010/08/11/40/#comments Wed, 11 Aug 2010 09:46:11 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2010/08/11/40/

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Leipzig goes Gera http://anlw.blogsport.de/2010/06/27/leipzig-goes-gera/ http://anlw.blogsport.de/2010/06/27/leipzig-goes-gera/#comments Sun, 27 Jun 2010 14:40:05 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2010/06/27/leipzig-goes-gera/ Alle relevanten Infos für den Tag samt An- und Abreise findet ihr auf:

Weiterführende Infos:
-Informationsveranstaltung am 8. Juli 2010 um 19 Uhr im Atari, in der Kippenbergstraße 20.
- Indymedia Feature mit vielen Hintergrundinformationen, Interviews und weiterführenden Links.

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Nationales Gerangel http://anlw.blogsport.de/2010/06/27/nationale-gerangel/ http://anlw.blogsport.de/2010/06/27/nationale-gerangel/#comments Sun, 27 Jun 2010 14:35:21 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2010/06/27/nationale-gerangel/ Momentan schauen wieder einmal viele Menschen den noch nicht ausgeschiedenen NATIONalmanschaften im Fernseher hinterher. Gründe für dieses Massenphänomen reichen von Geselligkeit, über Lust auf Party/Ausnahmesituation bis hin zu vereinzelten tatsächlich am sportlichen Ereigniss interessierten. Da sich selbiges allerdings mit der politischen Struktur des Nationalstaates verbändelt muss es sich auch die entsprechende Kritik gefallen lassen. Anbei haben wir ein paar Plakate dokumentiert, die in letzter Zeit im Westen und Süden der Stadt aufgetaucht sind und sich augenscheinlich mit der Thematik beschäftigen.
Anbei sei noch gewarnt: Ausgeschiedene NATIONalmanschaft -> enttäuschte_r Nationalist_in -> sinnlose Abgrenzungen+tendentiell verletzte Menschen. Einen Vorgeschmack darauf gab es anscheinend schon vor kurzem.

Deutsche Trikots
„Deutsche Trikots für den Hund“

Hilfe
„Hilfe!“

Alpträume
„Der Stoff aus dem die Alpträume sind“

Freszen
„Wir Freszen euren Fußball“

Deutschland abschaffen! WM abschaffen!
„Deutschland abschaffen! WM abschaffen!“

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NPD Parteichef auf Irrwegen http://anlw.blogsport.de/2010/06/27/npd-parteichef-auf-irrwegen/ http://anlw.blogsport.de/2010/06/27/npd-parteichef-auf-irrwegen/#comments Sun, 27 Jun 2010 14:29:26 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2010/06/27/npd-parteichef-auf-irrwegen/ Am Freitag den 25. Juni 2010 sollte eine Vortragsveranstaltung mit Udo Voigt, dem Bundesvorsitzenden der NPD, in dem Nazizentrum in Leipzig-Lindenau stattfinden. Während eine Spontankundgebung von Antifaschisten die nahegelegene Kreuzung Lützenerstraße Ecke Odermannstraße belegte und kritisch auf die Veranstaltung aufmerksam machte, irrte Udo Voigt quer durch Lindenau und die Veranstaltung konnte nicht wie geplant stattfinden.

Einen Artikel aus Sicht eines antifaschistischen Aktivisten findet ihr auf dem Informationsportal Indymedia.
Anbei dokumentieren wir einen Artikel der Leipziger Internetzeitung zu den Geschehnissen:

Lost in Lindenau: NPD-Parteichef Udo Voigt findet vor lauter Metallzaun Leipziger NPD-Zentrum nicht?

Am 25. Juni in<br />
der Odermannstraße: Alle warten auf Udo Voigt(NPD) Foto: Patrick Limbach
Am 25. Juni in der Odermannstraße: Alle warten auf Udo Voigt(NPD) Foto: Patrick Limbach

Sie kamen wie aus dem Nichts. Etwa 60 Personen samt Transparent blockierten am Freitag ab 17:40 Uhr in Leipzig-Lindenau die Kreuzung Lützner Straße / Odermannstraße, um fußballspielend gegen eine Veranstaltung mit dem NPD-Bundesvorsitzenden Udo Voigt zu protestieren.

Zu der fanden sich bis zum geplanten Beginn um 18:30 Uhr rund 50 Besucher im NPD-Zentrum in der Odermannstraße 8 ein. Unter ihnen befanden sich mehrere regionale und lokale Funktionäre der rechtsradikalen Partei. Winfried Petzold, Landtagsabgeordneter und Ehrenvorsitzende des sächsischen Landesverbands, war ebenso zugegen wie der Leipziger Stadtrat Klaus Ufer oder der Parthensteiner Stadtrat Peter Köppe, der zuletzt die mittlerweile geschlossene „Gedächtnisstätte“ in Borna leitete.

Wenngleich die Leipziger NPD ihre Veranstaltung öffentlich auf ihrer Homepage bewarb, schienen die sich eingetroffenen Gäste, die das Treiben auf der rund 100 Meter entfernten Straßenkreuzung interessiert vom Gehweg aus beobachteten, nicht über das unerwartete öffentliche Interesse und die anwesenden Medienvertreter zu freuen. Nach einigen Rangeleien mit der Presse griff die Leipziger Polizei denn auch ein. Hinzugezogene Bereitschaftspolizisten sicherten ab da das NPD-Zentrum ab, während Streifenpolizisten den Kontakt zu den Gegenprotestlern suchten.

Als diese um 18:30 Uhr ihren Heimweg antraten, war der Hauptgast des Abends immer noch nicht am Veranstaltungsort eingetroffen. Dafür radelte die am gestrigen Freitag ebenfalls stattfindende Critical Mass am Gelände vorbei. Eine wohl nicht ganz zufällige Streckenwahl und stilles Zeichen gegen das NPD-Zentrum in Leipzig-Lindenau.

Während sich die Gegendemonstranten zu einem kurzen Fußballspiel trafen, um anschließend auch zu warten<br />
Foto: Patrick Limbach
Während sich die Gegendemonstranten zu einem kurzen Fußballspiel trafen, um anschließend auch zu warten Foto: Patrick Limbach

Udo Voigt fuhr bereits gegen 17:50 Uhr in einem silbernen Mercedes mit Berliner Kennzeichen vor. Da zu diesem Zeitpunkt niemand vor dem Eingangstor wartete, die Auffahrt zum NPD-Grundstück verschlossen war und der Parteivorsitzende sein Fahrzeug offenbar nicht kurzzeitig verlassen wollte, fuhr er weiter und fuhr an der Gegenkundgebung vorbei auf die Lützner Straße in Richtung Grünau.

Möglicherweise war Voigt irritiert, da das NPD-Grundstück von außen den Anschein einer verlassenen Baulücke erweckt. Die angesichts von Voigts eigentümlichen Verhalten völlig verdutzten Neonazi-Gegner machten keinerlei Anstalten, den Bundesvorsitzenden an seiner Weiterfahrt zu hindern.

Was immer Voigt zur Weiterfahrt bewogen haben mag – die Suche nach einer Parklücke war es jedenfalls nicht. Direkt vor dem „nationalen Zentrum“ wäre genug Platz für sein Auto gewesen. Möglicherweise möchte die Leipziger NPD von Ortsfremden aber auch gar nicht gefunden werden. Die metallene Hausnummer, die letzten Sommer noch die Eingangstür zierte, haben die Kameraden inzwischen wieder abmontiert. Die Kommunikation zwischen Voigt und Veranstaltern schien auch nicht reibungslos vonstatten gegangen zu sein.

Während Udo Voigts Pkw kurz vor- und dann wieder abfuhr<br />
Foto: Patrick Limbach
Während Udo Voigts Pkw kurz vor- und dann wieder abfuhr Foto: Patrick Limbach

Der ranghohe NPD-Funktionär ließ seine Anhänger, die ihn samt Auto sicher gerne auf ihr Grundstück gelassen hätten, jedenfalls lange Zeit warten. Die Veranstaltung konnte wegen seiner mutmaßlichen Irrfahrt erst verspätet beginnen.

Obwohl sich die Gegendemonstranten nach kurzer Zeit von der Kreuzung auf die Gehwege verzogen hatten, konnten sich nicht alle Lindenauer mit dem friedlichen Protest anfreunden. Zwei Junge Männer beschimpften die Teilnehmer. Einer warf eine Bierflasche in Richtung Protestler. Juliane Nagel (Die Linke) bewertet die Aktion dennoch als Erfolg: „Es ist wichtig, dass wir da waren. Wenn Nazis ihre menschenverachtende Ideologie verbreiten, ist zivilgesellschaftlicher Protest unabdingbar.“

... nun wartete man auf Seiten der NPD-Anhänger halt weiter.<br />
Foto: Patrick Limbach
… nun wartete man auf Seiten der NPD-Anhänger halt weiter. Foto: Patrick Limbach

Aus diesem Grund kritisiert die Stadträtin, die sich am Protest beteiligte, das Verhalten der Stadtverwaltung: „Wenn diese Kenntnis von Veranstaltungen in der Odermannstraße 8 hat, ist die Information an AnwohnerInnen und im Stadtteil aktive Vereine das Minimum. Diese könnten dann zumindest für ihre eigene Sicherheit sorgen, andererseits wäre die Möglichkeit des zivilgesellschaftlichen Protestes gegen die Verbreitung von menschenverachtenden Ideologien möglich.“

Der Voigt-Vortrag soll nicht die einzige Veranstaltung in der Odermannstraße an diesem Wochenende gewesen sein. Seit heute Nachmittag 15 Uhr ist bei der Leipziger NPD der Publizist und mecklenburgische NPD-Funktionär Rüdiger Klasen zu Gast.

Wenn er den Eingang gefunden hat.

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500 Menschen demonstrieren für eine emanzipatorische Gesellschaft! http://anlw.blogsport.de/2010/05/02/500-menschen-demonstrieren-fuer-eine-emanzipatorische-gesellschaft/ http://anlw.blogsport.de/2010/05/02/500-menschen-demonstrieren-fuer-eine-emanzipatorische-gesellschaft/#comments Sun, 02 May 2010 09:54:40 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2010/05/02/500-menschen-demonstrieren-fuer-eine-emanzipatorische-gesellschaft/ Der 1.Mai 2010 ist vorrüber. In Leipzig organisierte das 1.Mai Bündnis mehrere Demonstrationen, welche schließlich zu einer großen Veranstaltung zusammenführen sollten. An den verschiedenen Demonstrationen und Aktionen nahmen ca. 500 Menschen teil. Eine Sammlung von Presseberichten und Redebeiträge findet ihr auf der Seite des Maibündnisses.

Anbei noch die Pressemitteilung des Leipziger 1.Mai Bündnis:

Das Leipziger 1. Mai-Bündnis rief auch dieses Jahr zur arbeitskritischen Sterndemonstration in Leipzig auf. Etwa 500 Menschen demonstrierten friedlich unter dem Motto “…Und Leben?!” für eine emanzipatorische Entwicklung der Gesellschaft. Im Mittelpunkt stand die Kritik der herrschenden kapitalistischen Wirtschaftsordnung und den damit verbundenen Zwängen und Problemen für die Menschen. Stefan Winderlich, Sprecher des 1.Mai Bündnisses erklärte gestern:

„Wir betrachten es als vollen Erfolg erneut viele Menschen für eine kritische Betrachtung gesellschaftlicher Zusammenhänge mobilisiert zu haben. Gesellschaft ist stets veränderbar, das Ende der Geschichte wird noch immer von den Menschen gemacht und nicht durch Ideologien wie beispielsweise die Totalitarismustheorie bestimmt.“

Die diesjährigen drei Demoschwerpunkte forderten unter den Überschriften “Frei Machen”, “Der Provinz einheizen – her mit dem schönen Leben” und “Reclaim your life” mehr linke Freiräume, verstärktes Engagement gegen nazistische Strukturen und menschenverachtende Einstellungen im Leipziger Umland, sowie ein verstärktes Bewusstsein für die Realität der modernen Arbeitswelt und den damit verbundenen Problemen für viele Teile der Gesellschaft, beispielsweise Student_innen, Migrant_innen oder Langzeitarbeitslose.

Die drei Demonstrationen trafen sich in 3 unterschiedlichen Leipziger Stadtteilen und formierten sich anschließend zu einer großen Abschlussdemo auf dem Wilhelm Leuschner Platz. Von hier zogen die Demonstrant_innen durch die Leipziger Innenstadt und ließen den Tag auf dem Richard Wagner Hain bei Musik und Verpflegung ausklingen.

Die gestrigen Demonstrationen haben gezeigt, dass viele Menschen an einer Veränderung der derzeitigen Situation und des herrschenden gesellschaftlichen wie ökonomischen Grundkonsens interessiert sind. Wir müssen und wollen verstärkt in kritische Debatten eintreten und Alternativen formulieren.

Auch im nächsten Jahr wollen wir versuchen, linke Utopie und Kritik an der bestehenden Ordnung kreativ und vielfältig in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Wir setzen uns ein für ein emanzipatorisches Zusammenleben aller Menschen und widersetzen uns menschenverachtenden Ideologien wie Antisemitismus, Rassismus, Nationalismus, Sexismus und Homophobie.

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1. Mai: Transpi-Workshhop Gieszer http://anlw.blogsport.de/2010/04/28/1-mai-transpi-workshhop-gieszer/ http://anlw.blogsport.de/2010/04/28/1-mai-transpi-workshhop-gieszer/#comments Wed, 28 Apr 2010 09:52:48 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2010/04/28/1-mai-transpi-workshhop-gieszer/ Am letzten Wochende unterhielt die Orga- und Beteiligtengruppe „Mach Dich frei Du schöner Mai!“ aus dem Leipziger Westen einen Propagandastand beim Gieszerstraßenfestival.

Transpi-Workshop1

Anlass dafür ist der 1. Mai 2010, der in diesem Jahr unter dem Motto „…und leben?!“ stattfindet. Es wurden für die vom Westen ausgehenden Aktivitäten (Treffunkt: 1. Mai 2010, 12 Uhr, Brunch Karl-Heine Str./Gutsmuthsstr.) diverse Propagandamaterialien erstellt.

Weitere Informationen zum diesjährigen 1. Mai-Bündniss „…und leben?!“.

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Nationales Zentrum Geentert http://anlw.blogsport.de/2010/04/28/nationales-zentrum-geentert/ http://anlw.blogsport.de/2010/04/28/nationales-zentrum-geentert/#comments Wed, 28 Apr 2010 09:46:23 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2010/04/28/nationales-zentrum-geentert/ Anbei ist ein auf Indymedia erschienener Artikel dokumentiert:

„Die nationale Trutzburg in der Odermannstrasse in Leipzig wurde geentert. Die stolze Bundesfahne die vom Dach aus versuchte die Lufthoheit über Lindenau zu erflattern durfte dabei endlich ihren Dienst einstellen.

Nationales Zentrum deflagged

Doch nun mal kurz ernst. Im November 2008 eröffnete in der Odermannstrasse 8 in Leipzig Lindenau ein Phantom. Offiziell als Abgeordnetenbüro des Landtagsabgeordneten W. Petzold (NPD) bezeichnet, war lange Zeit nicht klar, was sich auf dem Grundstück und in den Gebäuden hinter dem 2,5 meter hohen Wellblechzaun verbarg. Die 24-7-Bewachung des Grundstücks, die in den ersten Monaten Hooligans von Blue Caps übernommen hatten wurde in den Wintermonaten aufgegeben. Auch die Übergriffe auf nicht-Rechte aus dem Nazizentrum wurden seltener.
Gleichzeitig ist inzwischen klar, dass der ‚nationale Stützpunkt‘ für die regionale rechte Szene zu einer zentralen Infrastruktur geworden ist. So diente das Nazizentrum beispielsweise häufig als Veranstaltungsort für Nazivorträge und Konzerte, als Pennplatz für die grandios gescheiterte Demonstration ‚Recht auf Zukunft‘ [sic!], als Ort zur Koordinierung des Sicherheitskonzepts für den Naziaufmarsch zum 13. Februar diesen Jahres und anderes. Andererseits sind seit der Eröffnung zwischen ein und zwei Jugendcliquen aus dem Kiez ‚hinter dem Zaun verschwunden‘ und für die lokalen SozialarbeiterInnen nicht mehr zu erreichen. Das zeigt, dass die Nazis dort durchaus in der Lage sind mit ihren Angeboten Jugendliche zu ködern.

Das Nazizentrum in der Odermannstrasse ist also entgegen dem äußeren Anschein recht aktiv. Schon seit Monaten hatte es auf dem Dach die Reichsflagge gehisst. Kürzlich wurde sie durch die bundesrepublikanische deutsche Fahne inklusive Vogel ersetzt, vielleicht zu Marketingzwecken? Wie sich das mit ‚BeeRDigen‘ verträgt wird wohl ein Geheimnis der ‚echten und einzigen Opposition‘ bleiben. Die Flagge wurde jedenfalls fachgerecht entsorgt. Damit kann sich möglicherweise das Sicherheitsempfinden der Nazis in ihrer Trutzburg verringert haben. Jedenfalls können die Lindenauer Bürgerinnen und Bürger ohne das aufdringliche Geflatter wieder freier atmen und einer frohen Zukunft entgegensehen.

Nazizentren zu pinken Kratern. “

Der ursprüngliche Artikel ist zu finden unter: http://de.indymedia.org/2010/04/278630.shtml

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Freimachen am 1. Mai im Leipziger Westen http://anlw.blogsport.de/2010/03/28/freimachen-am-1-mai-im-leipziger-westen/ http://anlw.blogsport.de/2010/03/28/freimachen-am-1-mai-im-leipziger-westen/#comments Sun, 28 Mar 2010 10:01:43 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2010/03/28/freimachen-am-1-mai-im-leipziger-westen/ Anbei ist der Aufruf des Bündnis Freiräume dokumentiert. Diese beschäftigen sich mit Freiräumen und Stadtteilumwandlungen und wollen am 1. Mai im Westen von Leipzig einige Aktivitäten im Rahmen der Sterndemonstration „…und leben?!“ durchführen. Treffpunkt der Gruppe ist: 12 Uhr Gutsmuthstr. 47: Freimachen, Beginn mit Frühstück, anschließend Aktionen und Demonstration.

FREIMACHEN…und Leben?!

Freiräume aller Länder vereinigt Euch!

Der 1. Mai ist auch ein Tag der Freiräume. Deswegen gestalten wir mit euch einen Teil der Sterndemonstration in Leipzig zu diesem Thema. Startpunkt ist der Leipziger Westen, wo seit 2-3 Jahren zahlreiche Projekte und Orte entstanden sind, die in unseren Augen „freieren“ Raum bieten.

Was ist ein Freiraum?

Ein Freiraum ist kein Schema F, welches es nach Plan nur möglichst überall zu verwirklichen gilt. Viel mehr geht es um einen Ort, an dem Menschen ihr Umfeld nach eigenen Vorstellungen gestalten. Einen Raum, in welchem Menschen den Platz haben, ihre Wünsche, Hoffnungen und Visionen umzusetzen. Dies kann manchmal auch bedeuten, einfach nur einen Ort haben zu wollen, an dem alltäglich erfahrene gesellschaftliche Zwänge keine so große Rolle spielen und mensch den Raum hat, Luft zu holen. Aber auch um Kraft zu tanken, sowie Rückhalt und Inspiration für die Gestaltung des eigenen Lebens zu finden. In diesem Sinn sind Freiräume nicht zuletzt Schutzräume. Doch können Freiräume mehr sein. Es geht um nicht mehr und nicht weniger als Leuten Möglichkeiten zu bieten, ihr Leben selbstbewusst zu gestalten. Beispiele hierfür sind nicht-kommerzielle Nachbarschaftscafés, die Vokü um die Ecke, Wohnprojekte, Bauspielplätze, Kunsträume, alternative Betriebe (Vleischerei, Umsonstladen) und selbstorganisierte Medien (Radio Blau, Westfernsehen) oder auch Orte emanzipatorischer Politik und Bildung (Gieszer 16).

Im Westen was neues?

Die Möglichkeit für die Schaffung von Freiräumen ist mit dem Angebot an verfügbarem Raum im Stadtteil und entsprechend auch mit dessen Entwicklung eng verknüpft. Im Westen Leipzigs ist es immer noch vergleichsweise leicht, Räumlichkeiten für einen Freiraum zu bekommen. Das momentane Angebot an günstigen Räumlichkeiten wird sich jedoch schon in den nächsten Jahren wandeln. In Zentrum West und Schleußig ist der Prozess der Sanierung und die damit einhergehenden Aufwertung nahezu abgeschlossen. Für künftige Gruppen wird es schwerer werden in diesen Vierteln brauchbare Häuser und Grundstücke für ihre Projekte zu bekommen. Trotzdem hat Leipzig immer noch eine herausragende Sonderstellung auf Grund des hohen Leerstands. So stehen in der Georg Schwarz Straße noch bis heute ganze Häuserreihen leer. In Zukunft wird aber auch in Lindenau und Plagwitz die Anzahl an günstigen, halbwegs intakten Häusern abnehmen. Ein Grund dafür ist der Zerfall der in die Jahre gekommenen, schon lange leer stehenden Häuser. Diese können oft nur mit einem sehr hohen finanziellen Aufwand gerettet werden. Verschiedene Interessengruppen geraten hier langsam in Wettstreit um die attraktiven der noch verbliebenen Objekte. Finanzkräftige Investoren kaufen teilweise größere Gebäudekomplexe oder mehrere Häuserblocks am Stück. Manche dieser größeren Investoren sanieren selbige in den kommenden Jahren entsprechend herkömmlicher Vorstellungen vom Wohnen. Andere lassen ihre Häuser brachliegen und warten noch ein paar Jahre auf das Ansteigen der Miet- und Grundstückspreise, um erst dann zu vermieten bzw. zu verkaufen. Unbewohntes Warten ist jedoch oft das Ende für viele der alten Häuser, da sie damit dem Verfall preisgegeben werden.

Parallel dazu entstehen viele Freiraumprojekte. Aufbauend auf den wenigen Pionierprojekten der ausgehenden 90′ er Jahre sind momentan über ein gutes Dutzend Gruppen damit beschäftigt, ihre Vorstellungen von emanzipatorischem zusammen Wohnen, Arbeiten und Leben zu verwirklichen. Andere wollen es ihnen gleich tun. Alle verbindet der Zwang, noch ein möglichst günstiges Objekt zu finden, da sie sich mit ihren meist spärlichen finanziellen Kapazitäten nicht all zu viel an Sanierung leisten können. Teilweise künstlich hoch gehaltene Grundstückspreise erschweren die Situation. Modelle zeitlich begrenzter Nutzung wie die Wächterhäuser machen die Stadtteile attraktiver für Wohnungssuchende und Investoren. Menschen die ein Freiraumprojekt gestalten wollen können diese zum Teil in Wächterhäusern realisieren. Mit diesen Modellen können Freiräume aber meist nicht langfristig gesichert werden. Wenn die Projekte in ein paar Jahren nicht wieder in anderen, momentan unattraktiven Stadtteilen von vorne anfangen wollen, müssen sie andere Strategien entwickeln.

Stadtpolitik

In der Politik der Stadt spiegeln sich unterschiedliche Interessenlagen wieder. Zum Einen gibt es ein Interesse an der „Entwicklung“, sprich der Sanierung der Häuser. Da große Investoren in diesem Bereich tonangebend sind, wird ihnen auch bei der Frage nach der Gestaltung der Stadtteile viel Gehör geschenkt. Dabei spielen die Interessen von Investoren oft eine größere Rolle als die Bedürfnisse der Anwohnenden. Das lässt sich aktuell am Lindenauer Markt gut nachvollziehen. Dort soll trotz gegenteiliger Bedürfnislage vieler momentaner Anwohnenden ein relativ groß dimensionierter Einkaufsmarkt gebaut werden. Seitens der Stadt werden für den Investor potentielle Hindernisse beschönigt oder schlicht ignoriert, wie z.B. die Bewältigung des künftig steigenden Verkehrsaufkommens. Das gestalterische Wirken alternativer oder gar explizit linker Gruppen genießt kein solches Entgegenkommen seitens der Stadt. Projekten wie der Gieszerstraße 16 wurden beim Kauf Stolpersteine seitens der Verwaltung in den Weg gelegt. Einige kulturelle Vereine im Westen haben als Reaktion auf eine Welle der verwaltungsrechtlichen Repression gegen ihre kleineren, kulturellen Veranstaltungsorte die „IG Kultur West“ gegründet. Damit erhoffen sie sich mehr Einfluss gegenüber der parteipolitischen Stadtpolitik. Doch vertritt die IG nur die Belange von etablierten Vereinen, welche an einer „legalen Ausübung von kulturellen Veranstaltungen“ interessiert sind. Dieses Engagement kommt jedoch nicht anderen jungen Kulturschaffenden zu Gute, die außerhalb des rechtlichen Rahmens agieren. Die IG Kultur West fordert zwar ein anderes Verständnis von Kultur und damit einhergehend eine verstärkte staatliche Förderung kleinerer kultureller Initiativen. Doch nicht einmal diesen Forderungen kommt die Stadt bisher nach. Hier zeigt sich der Widerspruch zwischen einer Stadtpolitik, welche nach außen mit einer „freien“ Kulturszene in Leipzig wirbt, aber in der eigenen Praxis anders handelt.

Von Gegenstrategien und dem was kommen könnte

Aber was tun? Eine erste Grundlage ist wohl die Aufklärung. Das heißt die Prozesse aufzuzeigen, welche auf einen Stadtteil wirken. Das heißt zunächst, ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, dass wir zwischen den eigenen Bedürfnisse und fremden Interessengeflechten wirken. Wir unterliegen diesem Einfluss, können aber auch Einfluss ausüben. Dies geschieht allein durch unsere Präsenz im Stadtteil und darüber hinaus durch unser Wirken in den Stadtteil hinein. Wir müssen uns zunächst die Frage stellen, wie wir leben wollen. Praktisch verändern wir die Situation in den Stadtteilen, nicht zuletzt indem wir uns die Räume sichern, die wir brauchen. Dies kann, muss aber nicht legal geschehen. Im Leipziger Westen können momentan noch relativ günstig Objekte gekauft und gepachtet werden. In anderen Stadtteilen wie Connewitz ist dies aktuell schon schwieriger. Objekte vorerst dem Markt zu entziehen bedeutet, dass sie nicht mehr direkt dessen Gesetzen unterliegen. Wer über welchen Raum in einer Stadt wie verfügen kann ist aber immer auch eine politische Aushandlung. Deswegen sind Freiräume abhängig von einem sie solidarisch unterstützenden Umfeld. Denn so manche widrigen Umständen bis hin zu offenen Repressalien können leichter mit Hilfe von Anderen abgefangen, unterwandert oder ausgetrickst werden. Gesicherte Freiräume könnten ein Grundstein sein, künftigen Verdrängungsprozessen besser entgegen wirken zu können. Verdrängungsprozesse die in Berlin und Hamburg schon jetzt Freiräume und Anwohnende verschiedener Stadtteile schädigen.

Unsere Zukunft hängt also von uns, unseren Ideen und Projekten ab. Gleichzeitig müssen wir ihr Zusammenwirken mit den alteingesessen Anwohnenden kritisch reflektieren. Uns ist wichtig, einen Rahmen für die individuellen sowie lokalen Entwicklungen zu schaffen, in dem sich Projekte und Menschen frei entfalten können. So dass auch in Zukunft nach Freiräumen strebende Menschen diese hier verwirklichen können.

Am 1. Mai machen wir mittels verschiedener Stationen auf Räume aufmerksam und es besteht die Möglichkeit sich Räume an zu eignen. Wir treffen uns dafür um 12 Uhr an der Karl-Heine-Straße Ecke Gutsmuthsstrasse zu einem gemeinsamen Frühstück.

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Leipzig goes Dresden http://anlw.blogsport.de/2010/01/29/leipzig-goes-dresden/ http://anlw.blogsport.de/2010/01/29/leipzig-goes-dresden/#comments Thu, 28 Jan 2010 23:34:08 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2010/01/29/leipzig-goes-dresden/ Gegen Geschichtsrevisionismus und die Nazidemo am 13.02.2010 in Dresden.

Am 13. Februar 2010 jähren sich die Luftangriffe der Alliierten auf die Dresdner Innenstadt zum 65. Mal. Dies werden alte und neue Nazis erneut zum Anlass nehmen um zu versuchen, in Dresden zu demonstrieren. Das muss mit einer breitenUnterstützung verhindert werden!
Deshalb laden wir Euch am:

Dienstag,den 2. Februar, um 19:30 ins Plaque (Industriestr. 101)

zu einer Mobilisierungs- und Infoveranstaltung ein. Wir möchten Euch zusammen mit dresdner ReferentInnen über die Nazidemonstration und geplante Gegenaktionen informieren. Ausserdem können auch Fahrkarten für den Bus nach Dresden gekauft werden. Lasst uns gemeinsam nach Dresden fahren, um uns den Nazis in den Weg zu stellen!

LGDK

Stichwort Dresden
In Dresden gibt es einen vielfältigen Diskurs um die Bombardierung der Stadt und ihre Rolle im Nationalsozialismus. Historische Untersuchungen beleuchten diese Rolle und demontieren so den Mythos von der Zerstörung einer unschuldigen Stadt. Dennoch betrachtet ein großer Teil der Dresdner wie auch der sonstigen Bevölkerung der BRD die Bombardierung isoliert vom deutschen Wahn. So ist es auch selbstverständlich, dass PolitikerInnen aller Stadtratsfraktionen (inklusive NPD) jedes Jahr zur Kranzniederlegung auf den Heidefriedhof eilen, um unkommentiert der Opfer zu gedenken.

Nach der ‚Abwicklung‘ der DDR und dem ‚Schlußstrich‘ unter dem Nationalsozialismus wurden diese beiden Episoden geschichtsblind unter dem Begriff der ‚totalitären Regime‘ zusammen gestopft. Im Rahmen einer solchen Aufarbeitung erscheint es nur als angemessen, das deutsche Volk als Opfer totaler Herrschaft zu inszenieren. Die Täter der Shoah haben so die Gelegenheit, sich als Opfer der ‚gesamtdeutschen Katastrophe Dresden‘ zu betrauern.
Damit ergeben sich in Dresden für Nazis hervorragende Möglichkeiten, an volksübliche Positionen anzuknüpfen und damit viele Leute zu ihrer Opferdemonstration zu mobilisieren.

Zum Mythos einer unschuldigen Stadt gibt es einen Film der Gruppe Filmpiraten

Nazidemos zum 13. Februar
Seit zwölf Jahren versuchen Nazis, am 13. Februar in Dresden zu demonstrieren, mit unterschiedlichen Resultaten. In den letzten Jahren hat sich etabliert, dass die ‚autonomen‘ Nazis zum Abend des 13. Februar einen Fackelmarsch durchführen. Die NPD mobilisierte hingegen für den darauf folgenden Samstag zwischen 4000 und 8000 Leute zu einer Großdemonstration. Dieses Jahr fällt der 13. Februar auf einen Samstag und die Bombardierung jährt sich zum 65. Mal. Es kann also damit gerechnet werden, dass die diesjährige Demonstration wieder der größte Naziaufmarsch Europas wird.

Gegenaktionen
Die schon jetzt öffentliche Gegenaktionen werden hauptsächlich vom bundesweiten Bündnis No Pasaran vorbereitet, zu dem sich Antifas und zivilgesellschaftliche Organisationen zusammengeschlossen haben. Im Gegensatz zu den letzten Jahren, in denen immer Demonstrationen parallel zum Naziaufmarsch angemeldet wurden, setzt das Bündnis auf eine Strategie, die in Leipzig am 17.10.09 sehr erfolgreich war. Entlang der Aufmarschroute werden Kundgebungen angemeldet, von denen dann versucht wird, die Naziroute mit dezentralen Aktionen zu blockieren.

Hier findet ihr das No-Pasaran-Bündnis und sein Aufruf

Außerdem startet die Antifademo ‚Keine Versöhnung mit Deutschland‘, die das Geschichtsverständnis der staatlichen Gedenken kritisiert, am 12. Februar um 18 Uhr am Jorge-Gomondai-Platz in der Dresdner Neustadt. Auf der Demo spielt u.a. die Band Egotronic. Der Aufruf dazu und einige Analysen von der dresdner Gruppe Venceremos gibt’s hier.

Lasst uns den Aufmarsch in Dresden am 13.02.10 gemeinsam verhindern!

Mobilisierungs- und Infoveranstaltung am Dienstag 02.02.10 um 19:30 Uhr im Plaque (Industriestr. 101)
im Leipziger Westen!

Lekka Vokü gibt’s auch!!

Infos zu weiteren Infoveranstaltungen und zur Anreise per Bus gibt’s hier

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Demo gegen hochrangiges Nazitreffen http://anlw.blogsport.de/2010/01/25/demo-gegen-hochrangiges-nazitreffen/ http://anlw.blogsport.de/2010/01/25/demo-gegen-hochrangiges-nazitreffen/#comments Mon, 25 Jan 2010 00:10:03 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2010/01/25/demo-gegen-hochrangiges-nazitreffen/ Am Sonntag, den 24. Januar kam es im NPD Zentrum in der Odermannstraße 8 zu einem Treffen hochrangiger Nazikader. Vertreter von NPD, Freien Kräften und Junger Landsmannschaft Ostdeutschland wollten ihr Ordnungs- und Sicherheitskonzept für den am 13. Februar 2010 geplanten, geschichtsrevisionistischen Naziaufmarsch in Dresden planen.
Eine Antifaschistische Demonstration von ca. 150 Menschen richtete sich gegen dieses Treffen.

Artikel zu den Protest finden sich bei:
Dem Informationsportal Indymedia
Der Leipziger Internetzeitung

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Reeperbahn vs. Hitlerjugend http://anlw.blogsport.de/2009/11/26/reeperbahn-vs-hitlerjugend/ http://anlw.blogsport.de/2009/11/26/reeperbahn-vs-hitlerjugend/#comments Thu, 26 Nov 2009 15:28:40 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2009/11/26/reeperbahn-vs-hitlerjugend/ Abendveranstaltung über AntifaschistInnen während des National-
sozialismus in Lindenau.

Vortrag: Die Leipziger Meuten – oppositionelle Jugendliche im „Dritten Reich“
1500 Jugendliche waren Ende der 30er Jahre in diesen Leipziger Jugendcliquen aktiv. In Leipzig-Lindenau agierte die Meute „Reeperbahn“. Sie prügelten die HJ aus dem Wohnviertel und verteilten Flugblätter gegen Hitler.

Film: Dora
Portrait einer Antifaschistin aus Lindenau

Wann: Dienstag, den 1. Dezember um 19 Uhr
Wo: hinZundkunZ in der Georg-Schwarz-Straße 9, Leipzig -Lindenau.

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Nazis erneut im Landtag http://anlw.blogsport.de/2009/09/08/nazis-erneut-im-landtag/ http://anlw.blogsport.de/2009/09/08/nazis-erneut-im-landtag/#comments Tue, 08 Sep 2009 20:50:01 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2009/09/08/nazis-erneut-im-landtag/ Die Bürgerinitiative Plagwitz/Lindenau rufte für den 28.08. zu einer Kundgebung „Keine Nazis in den Landtag“ auf. Ca. 200 Menschen versammelten sich an diesem Freitag auf dem Lindenauer Markt. Gemeinsam möchte man sich für ein buntes, friedliches und solidarisches Leipzig einsetzen, so die Initiatoren- Leipzig bleibt bunt! Gemeinsam Gesicht zeigen für ein weltoffenes, demokratisches und tolerantes Sachsen.
Leipziger Newcomerbands spielten und Redebeiträge durften verlesen werden. Auch das ANLW wurde eingeladen sich mit einem Redebeitrag zu beteiligen, was es auch tat. Eine Anmerkung dazu findet ihr hier.

Inwieweit Leipzig dadurch nun bunter geworden ist bzw. vorher schon war, ist auch nach der Veranstaltung offen geblieben. Fakt ist, dass Rassismus, Ausgrenzung und Diskriminierung, auch in Leipzig, allgegenwärtig ist. Die Leipziger Flüchtlingspolitik offenbart dahingehend einiges über Weltoffenheit und Demokratieverständnis. Fakt ist auch, dass die Nazis mit 5,6% wieder im Landtag vertreten sind. 3,8% der Stimmen erreichte die NPD in Leipzig.

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http://anlw.blogsport.de/2009/09/08/nazis-erneut-im-landtag/feed/
„Keine Nazis in den Landtag“– Das reicht uns nicht! http://anlw.blogsport.de/2009/08/20/keine-nazis-in-den-landtag-dass-reicht-uns-nicht/ http://anlw.blogsport.de/2009/08/20/keine-nazis-in-den-landtag-dass-reicht-uns-nicht/#comments Thu, 20 Aug 2009 18:51:08 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2009/08/20/keine-nazis-in-den-landtag-dass-reicht-uns-nicht/ Am Freitag, den 28.08.2009, findet am Lindenauer Markt eine Kundgebung statt. Das ganze findet ab 19 Uhr statt. „Keine Nazis in den Landtag“ heißt die Parole, der wir nach einer Einladung der Bürgerinitiative Plagwitz/Lindenau folgen werden. Obwohl wir dem offiziellen Motto nicht ganz enthusiastisch gegenüberstehen, denken wir, dass es immer lohnenswert ist sich gegen Nazis zu positionieren. Seid dabei.

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Erneute Naziveranstaltung in der Odermannstraße http://anlw.blogsport.de/2009/07/28/erneute-naziveranstaltung-in-der-odermannstrasse/ http://anlw.blogsport.de/2009/07/28/erneute-naziveranstaltung-in-der-odermannstrasse/#comments Tue, 28 Jul 2009 13:17:32 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2009/07/28/erneute-naziveranstaltung-in-der-odermannstrasse/ Auch dieses Wochenende kam es zu einer weiteren Naziveranstaltung im NPD-Zentrum.
Bereits letzte Woche spielte in der Odermannstraße der Nazilieder-Macher Frank Rennicke auf. Die LVZ berichtete damals 1.

Am Abend des 25.07. fand nun eine weitere Veranstaltung im NPD-Zentrum statt. Laut Indymedia war Axel Reitz zu einem Vortrag geladen. Reitz, hauptsächlich in parteifernen „Kameradschaften“ im Raum NRW aktiv, war zudem diesjähriger Kandidat der NPD für die Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen. Wegen einer Vielzahl von Straftätigkeiten 2, u.a. wegen Volksverhetzung, wurde Reitz allerdings für die Wahlen im Rhein-Erft-Kreis ausgeschlossen 3.
Ein Vortragsabend- der Nazis wieder auf Linie bringen sollte.
Für den nationalen Reigen war der „Musiker“ Sebastian aus Aue bestellt.

Auf der Global Space Odyssey, eine kulturpolitische Demonstration, konnten Antifaschist_innen zu Wort kommen und auf die Veranstaltung der Nazis hinweisen.
Die Global Space Odyssey erteilte darüber hinaus rechter Ideologie eine klare Absage: „Wenn wir dieses Jahr durch Lindenau gehen, dann um ein Zeichen zu setzen, dass wir mit rechten Tendenzen oder gar Nazi-Zentren keinen Frieden finden, und dass wir die Leute, die sich vor Ort dagegen engagieren, unterstützen.“4
Ein Redebeitrag des ANLW wurde auf dem Lindenauer Markt verlesen. Weiteres Programm folgte. Anschließend führte die Global Space Odyssey zum Richard-Wagner-Hain und fand dort ihren Ausklang. Zu weiteren Vorfällen kam es nicht.

1″Polizei bei NPD-Konzert sieben Stunden im Einsatz“ (LVZ 21.7.2009)
2 http://de.wikipedia.org/wiki/Axel_Reitz
3 http://www.ksta.de/html/artikel/1246883677580.shtml
4 http://gso-le.de/

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http://anlw.blogsport.de/2009/07/28/erneute-naziveranstaltung-in-der-odermannstrasse/feed/
weiterer Veranstaltungshinweis http://anlw.blogsport.de/2009/07/21/weiterer-veranstaltungshinweis/ http://anlw.blogsport.de/2009/07/21/weiterer-veranstaltungshinweis/#comments Tue, 21 Jul 2009 15:19:48 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2009/07/21/weiterer-veranstaltungshinweis/ 01.08. -Bunte Platte Cup

In diesem Jahr handelt es sich wohl für den ultimativen und wichtigsten Cup der letzten 3 Jahre. Während wir im ersten Jahr, 2007, noch im Aufwind mit unseren Ideen waren und 2008 ohne echte Herberge, also ohne AJZ dastanden, können wir nun, 2009, endlich das neue AJZ Bunte Platte präsentieren. Es wird noch so einiges zu tun sein, aber grundsätzlich wollen wir die Eröffnung des neuen AJZ als Highlight des diesjährigen Cup`s präsentieren.

Mehr Infos erhaltet ihr hier und hier.
Und hier der visuelle Vorgeschmack.

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http://anlw.blogsport.de/2009/07/21/weiterer-veranstaltungshinweis/feed/
Global Space Odyssey 2009 http://anlw.blogsport.de/2009/07/20/global-space-odyssey-2009/ http://anlw.blogsport.de/2009/07/20/global-space-odyssey-2009/#comments Mon, 20 Jul 2009 11:20:52 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2009/07/20/global-space-odyssey-2009/ Auch dieses Jahr bewegt sich die Global Space Odyssey durch Leipzig. Eine kulturpolitische Demo- “Hands up- Geld oder Leben?!“-, die einmal mehr nach einem „gerechteren“ Leben für alle fragt.
Eine kapitalistisch durchdrungene Gesellschaft hat dem Einzelnen/der Einzelnen nicht viel zu bieten, außer dem Verkauf seiner/ihrer Arbeitskraft und ein Leben in ständiger Konkurrenz zueinander. Es lebt sich auch nicht schön in prekären Arbeitsverhältnissen oder bei einem besser bezahlten Full-Time-Job. Das Leben bleibt wie sooft auf der Strecke!
Die diesjährige Global Space Odyssey richtet sich nicht nur kritisch an die Stadtpolitik. Sie fordert auch dieses Jahr das schöne Leben ein!

GSO09

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Nachruf zur antifaschistischen Demonstration http://anlw.blogsport.de/2009/07/05/nazizentren-zu-tanzschuppen-ein-nachruf/ http://anlw.blogsport.de/2009/07/05/nazizentren-zu-tanzschuppen-ein-nachruf/#comments Sun, 05 Jul 2009 21:46:14 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2009/07/05/nazizentren-zu-tanzschuppen-ein-nachruf/ Zur Dokumentation werden hier die Redebeiträge des ANLW aufgelistet:
„Perspektive im Kapitalismus?“
„Von Nazis, die vom Himmel fallen“

Bankett und Demonstration am 30.06.:
Für 17 Uhr lud die „Interessengemeinschaft Abschiedsessen“ zum „banquet antifasciste“ ein. Der Auszug des „Tönsberg“ aus der Richard-Wagner-Straße wurde zum feierlichen Anlass genommen, Tischreihen aufzustellen und Sekt und kleinere Häppchen anzubieten. Zulauf zahlreicher Bürger und Bürgerinnen der Stadt unterstrichen die Feierlichkeiten. Ein würdiger Rahmen wurde für die in den letzten Jahren erbrachten Anstrengungen „zivilgesellschaftlichen Engagements“ gegen das Fortbestehen des „Tönsberg“ und dem Verkauf der rechten Kleidungsmarke „Thor Steinar“ geschaffen.

Anschließend führte eine antifaschistische Demonstration „Nazizentren zu Tanzschuppen“ aus der Innenstadt heraus in den Westen der Stadt. Rund 300 Antifaschist_innen beteiligten sich daran. Vorbei ging es an dem sogenannten „Bürgerbüro“ der NPD hin zum Lindenauer Markt, wo die Demonstration mit einer Abschlusskundgebung endete.
Die „Jubeldemonstration“ sollte aber weit mehr als ein bloßes Happening -ein Nazihort weniger in der Stadt zu haben- sein . Vielmehr wurde ein Stück Lebensfreude zelebriert. „Unser Ziel ist und bleibt eine emanzipatorische und humanistische Gesellschaft“, so hieß es im Aufruftext des Ladenschlussbündnis, dem auch das Antifaschistische Netzwerk Leipzig-West folgte.

Das Naziproblem lässt sich allerdings nicht auf das „Tönsberg“ oder auf das NPD-Zentrum begrenzen. Dies war auch nicht Tenor der Veranstalter und zahlreicher Antifaschist_innen an diesem Tag. In Redebeiträgen und Lautsprecherdurchsagen wurden vielmehr gesellschaftliche Verhältnisse aufgegriffen, die mitunter Ungleichgewichtsideologien tagein tagaus reproduzieren. Vom „Mythos Ausländerkriminalität“ und Alltagsdiskriminierung wurde gesprochen, auch von deren Begünstigung im Kapitalismus. Redebeiträge, die sich den kommunalen Wahlergebnissen der NPD, Naziaktivitäten in Leipzig und dem „NPD-Bürgerbüro“ widmeten, wurden zudem verlesen.
Am Lindenauer Markt folgte letztlich noch ein Animationsfilm über das nachbarliche „Bürgerbüro“ der NPD. Sitzreihen und eine „vegane Küche“ wurde den restlichen Teilnehmer_innen angeboten.

weitere Bilder hier

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„Nazizentren zu Tanzschuppen“ http://anlw.blogsport.de/2009/07/05/nazizentren-zu-tanzschuppen/ http://anlw.blogsport.de/2009/07/05/nazizentren-zu-tanzschuppen/#comments Sun, 05 Jul 2009 16:00:03 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2009/07/05/nazizentren-zu-tanzschuppen/ Der Animationsfilm wurde auf der Abschlusskundgebung auf dem Lindenauer Markt gezeigt. In spielerischer Form werden hier chronologisch Naziübergriffe beschrieben, die sich seit dem Bestehen des NPD-Zentrums zugetragen haben.

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„Rock für Deutschland“ verhindern!- Infoveranstaltung im Plaque http://anlw.blogsport.de/2009/07/01/rock-fuer-deutschland-verhindern-infoveranstaltung-im-plaque/ http://anlw.blogsport.de/2009/07/01/rock-fuer-deutschland-verhindern-infoveranstaltung-im-plaque/#comments Wed, 01 Jul 2009 12:20:40 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2009/07/01/rock-fuer-deutschland-verhindern-infoveranstaltung-im-plaque/ 5.7. , 20:00 Uhr, Infoveranstaltung im Plaque – „Rock für Deutschland“ verhindern!
11.7. -antifaschistische Demonstration in Gera

Am 11.7. wiederholt sich in Gera zum siebten Mal das „Rock für Deutschland“-Festival. Veranstalter dieses absurden Treibens ist die lokale NPD in Gera. Neben dem „Fest der Völker“ gilt diese Großkundgebung der NPD als zweitgrößte in ganz Deutschland. In den letzten Jahren besuchten bis zu 1000 Neonazis dieses Festival. Auch in diesem Jahr ist mit einer ähnlichen Größenordnung zu rechnen. Udo Voigt, NPD-Vorsitzender, sowie weitere Redner aus der NPD werden erwartet. Zur musikalischen Abrundung des „Nazievents“ spielen einschlägig bekannte Nazibands wie „die Lunikoff Verschwörung“ und „Sleipnir“ auf.

Um der NPD-Veranstaltung einen störungsfreien Ablauf zu erschweren, wird es auch in diesem Jahr antifaschistischen Protest geben. Die Antifaschistische Aktion Gera [AAG] ruft daher auf sich an Protestaktionen zu beteiligen und wird am kommenden Sonntag, den 5.7., im Plaque über Hintergründe und Möglichkeiten des Protests informieren. Eine überregionale Mobilisierung erscheint bei dieser Größenordnung mehr als notwendig, um in Gera erfolgreich sein zu können.

weitere Infos: [AAG]

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dokumentiert http://anlw.blogsport.de/2009/06/24/dokumentiert/ http://anlw.blogsport.de/2009/06/24/dokumentiert/#comments Wed, 24 Jun 2009 13:37:37 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2009/06/24/dokumentiert/ Eine Audiocollage über die Freiraumdemo soll hier dokumentiert sein. Diese Demonstration fand im Rahmen der Sternbegehung zum 1. Mai statt.

Auch sollen hier noch weitere Links aufgeführt werden, die sich thematisch mit dem diesjährigen 1.Mai in Leipzig beschäftigt haben. Radio Corax sprach mit einer Organisatorin des Bündnis 1.Mai (Part1/Part2).

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30.06. antifaschistische Demonstration -„Nazizentren zu Tanzschuppen“ http://anlw.blogsport.de/2009/06/18/3006-antifaschistische-demonstration-nazizentren-zu-tanzschuppen/ http://anlw.blogsport.de/2009/06/18/3006-antifaschistische-demonstration-nazizentren-zu-tanzschuppen/#comments Thu, 18 Jun 2009 13:33:52 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2009/06/18/3006-antifaschistische-demonstration-nazizentren-zu-tanzschuppen/ Am Dienstag, den 30.06., heißt es einmal mehr: Gegen Nazis, deren Zentren und das falsche Ganze. Daher ruft das ANLW ebenso auf sich an der antifaschistischen Demonstration zu beteiligen. Die Demonstration führt dabei vom Ex-Tönsberg hin zum Lindenauer Markt, wo sich seit dem 15. November 2008 die NPD in dem Gelände der Odermannstraße 8 neu einquartiert haben.

Startpunkt ist am Ex-Tönsberg (Kleiner Willy-Brandt-Platz), 19 Uhr.
Weitere Infos sowie den Aufruf erhaltet ihr hier.

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http://anlw.blogsport.de/2009/06/18/3006-antifaschistische-demonstration-nazizentren-zu-tanzschuppen/feed/
Veranstaltungshinweis für den 24.05. http://anlw.blogsport.de/2009/05/06/veranstaltungshinweis-fuer-den-2405/ http://anlw.blogsport.de/2009/05/06/veranstaltungshinweis-fuer-den-2405/#comments Wed, 06 May 2009 09:07:25 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2009/05/06/veranstaltungshinweis-fuer-den-2405/

Ich sehe was, was du nicht siehst – weil „Nationale Zentren“ leider keine Hirngespinste sind, laden wir ein zu einer thematischen Stadtrundfahrt im Doppelstockbus mit Blick über den Zaun. Vier ReferentInnen und ein Chor bieten inhaltliche und musikalische Unterhaltung: Kerstin Köditz, Jörg Sundermeier, Martin Dornis, Till Gathmann und der Chor.

Treffpunkt, Ein- und Ausstieg am Sonntag, 24. Mai von 15 -18 Uhr in der Kuhturmstrasse, Leipzig-Lindenau.

Eine Veranstaltung des Netzwerks unabhängiger Kunsträume Lindenau.

Bustour

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„Freiräume und Teckno bis zum Get-No“ http://anlw.blogsport.de/2009/05/04/freiraeume-und-teckno-bis-zum-get-no/ http://anlw.blogsport.de/2009/05/04/freiraeume-und-teckno-bis-zum-get-no/#comments Mon, 04 May 2009 09:50:42 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2009/05/04/freiraeume-und-teckno-bis-zum-get-no/ Ein Resümee zum 1.Mai:

Einer der drei Züge der Leipziger kapitalismuskritischen Sterndemonstration „It works- …wie lange noch?“ vereinte unter dem Motto „Freiräume und Teckno bis zum Get-No (utzutzutz)“ etwa 150 Teilnehmer_innen.
Aus dem Leipziger Osten zogen diese die Straße des 18. Oktober entlang über den Bayrischen Platz bis zum Südplatz. Dort trafen sie auf die anderen beiden Züge aus dem Süden und Westen der Stadt. Begleitet von viel Musik aus dem Lautsprecherwagen und einem zum Wohnzimmer dekorierten Anhänger, auf welchem unter anderem eine Abba-Coverband das kulturelle Programm bereicherte, feierte und kritisierte die Demonstration den 1. Mai. In Redebeiträgen verliehen zahlreiche Projekte ihrem Anspruch auf selbstorganisierte, linke, nichtkommerzielle Freiräume Ausdruck. So gab es unter anderem Redebeiträge über den Begriff Freiraum an sich, über die Situation im Westen Leipzigs, über die geräumten Projekte in Erfurt und über das „Rock am Kreuz“. Aus zeitlichen Gründen mussten Redebeiträge auf die gemeinsame Hauptdemonstration verlegt werden. Das Spektrum der Teilnehmer_innen reichte von pink-schwarz über alternativ-bunt bis hin zum klassischen Schwarz.

„Ich will machen, was ich will“– Redebeitrag des Casablanca
„Espace libre“– Redebeitrag der Bunten Platte



















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Sterndemonstrationen am 1.Mai http://anlw.blogsport.de/2009/04/18/sterndemonstrationen-am-1mai/ http://anlw.blogsport.de/2009/04/18/sterndemonstrationen-am-1mai/#comments Sat, 18 Apr 2009 10:00:57 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2009/04/18/sterndemonstrationen-am-1mai/ Das ANLW beteiligt sich im Bündnis Freiräume an den diesjährigen Sterndemonstrationen zum 1.Mai. Dabei mobilisieren wir zu einer eigenen Sterndemo, die sich dem Thema Freiräume und linken Projekten annehmen wird.
Unter dem Motto „Freiräume und Teckno bis zum Get-No“ wollen wir einerseits bedrohte linke Projekte ansprechen und darüber hinaus deren Notwendigkeit und Erhalt thematisieren. Andererseits wollen wir aber auch den Spaß, den eine solche Demo mit sich bringen kann, nicht zu kurz kommen lassen.

Wir rufen daher auf, sich an der Freiraumdemo sowie sich an der Sternbegehung zum 1. Mai zu beteiligen.

Treffpunkt: 13 Uhr – Johannesallee/Straße des 18.Oktobers (zum Südplatz)


Aufruf:

Freiräume und Teckno bis zum Get-No! (utzutzutz)

Hausprojekte, soziale Zentren, Wagenplätze, spontane Platzbesetzungen oder nichtkommerzielle Kultur- und Veranstaltungsräume – so lange wie das bürgerliche Freiheitsversprechen nur für Menschen gilt, die den deutschen Pass und genügend Geld auf dem Konto haben, solange braucht es selbstorganisierte, nichtkommerzielle, linke Freiräume. Freiräume für die, die diese Kriterien der nationalen Solidarität nicht erfüllen und für alle, die jetzt und hier schon daran glauben, dass ein Zusammenleben jenseits von Konkurrenz und Verwertungszwang möglich ist.
Dabei wollen wir uns nicht gemütlich in diesen Freiräumen einrichten, sondern kämpfen für eine Gesellschaft, die sich nicht an der Leistungsfähigkeit der Einzelnen orientiert, sondern an den Bedürfnissen und Möglichkeiten auch der weniger Privilegierten. Weil wir glauben, dass ein solidarisches Miteinander aller Menschen möglich ist, versuchen wir es jetzt schon. Wir werden uns die Möglichkeiten zum experimentieren nicht nehmen lassen. Das wird nicht ohne Arbeit gehen, aber auch nur mit einer Kritik am Arbeitsbegriff: Wir wollen selbst bestimmen können, was wir tun, um unsere Bedürfnisse zu befriedigen – kein Chef kein Staat kein Markt kann uns das abnehmen.
In den nächsten Monaten wird sich zeigen, dass das Glücksversprechen des Kapitalismus sich an der Realität blamiert. Die Krise wird zu noch mehr Hunger und Verarmung für weite Teile der Welt führen. Und wir stellen uns gegen die völkisch-nationalen Heilsprediger_innen, die mal wieder in Deutschland eine Lösung sehen.
Eine Gesellschaft, die für ALLE Menschen die Möglichkeit zu individueller Entfaltung bietet, ist ja wohl das mindeste!
Heute ein Freiraum, morgen die befreite Gesellschaft!

Auf zum mayday am 1. Mai!

Bündnis Freiraum

weitere Infos: www.itworks.blogsport.de

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http://anlw.blogsport.de/2009/04/18/sterndemonstrationen-am-1mai/feed/
Veranstaltungshinweis! http://anlw.blogsport.de/2009/04/17/veranstaltungshinweis/ http://anlw.blogsport.de/2009/04/17/veranstaltungshinweis/#comments Fri, 17 Apr 2009 09:17:12 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2009/04/17/veranstaltungshinweis/ 11. Gieszerfestival vom 23. bis 26. April – Desweilen wird es auch eine Beteiligung des ANLW geben. Eine Filmvorführung wie ein Infostand ist angedacht.

Weitere Infos findet ihr hier

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http://anlw.blogsport.de/2009/04/17/veranstaltungshinweis/feed/
26.03. Menschenrechtsarbeit in Russland http://anlw.blogsport.de/2009/03/17/2603-menschenrechtsarbeit-in-russland/ http://anlw.blogsport.de/2009/03/17/2603-menschenrechtsarbeit-in-russland/#comments Tue, 17 Mar 2009 13:55:27 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2009/03/17/2603-menschenrechtsarbeit-in-russland/ Veranstaltung im Plaque. Offen ab 20 Uhr.

Die Referentin arbeitet seit einem dreiviertel Jahr bei Human Rights Movement in Voronezh, einer Großstadt in Zentralrussland. Sie berichtet von ihren politischen und gesellschaftlichen Erfahrung vor Ort und ihren Reisen durch das Land.
Der Erfahrungsbericht ist mit zahlreichen Bildern und Materialien unterlegt. Es besteht abschließend die Möglichkeit einen Film über die aktuelle Situation in Russland zu zeigen.
Eintritt ist natürlich frei und bis 21.00 Uhr ist VeKü im Plaque.

Map

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http://anlw.blogsport.de/2009/03/17/2603-menschenrechtsarbeit-in-russland/feed/
Spontane Demonstration gegen Nazikonzert in der Odermannstraße 8 http://anlw.blogsport.de/2009/02/25/spontane-demonstration-gegen-nazikonzert-in-der-odermannstrasse-8/ http://anlw.blogsport.de/2009/02/25/spontane-demonstration-gegen-nazikonzert-in-der-odermannstrasse-8/#comments Wed, 25 Feb 2009 10:46:45 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2009/02/25/spontane-demonstration-gegen-nazikonzert-in-der-odermannstrasse-8/ Wieder einmal war das NPD-Zentrum Ausgangspunkt rechter Aktivitäten im Stadtteil Lindenau. Gleich mit zwei Veranstaltungen zum Wochenende um den 21./22.2. wurde das NPD-Zentrum Anlaufstelle für Nazis. Es soll sich dabei um eine Veranstaltung von Olaf Rose, sächsischer NPD-Fraktionsmitarbeiter, gehandelt haben, der vor allem mit geschichtsrevisionistischen und antisemitischen Vorträgen und Filmvorführungen in Nazikreisen bekannt ist. Am Tag darauf soll es zu einem Konzert mit einschlägigen Protagonisten aus der „Rechtsrock-Szene“ gekommen sein.
Mitglieder aus den Bands „Sleipnir“ und „Frontalkraft“ fanden ihre Bühne im NPD-Zentrum und sollten vor allem jüngeres Publikum anlocken. Nicht nur, dass die Bands über Internetportalen zu anderen nazistischen Organisationen verweisen und in Liedtexten antisemitische, rassistische, nationalistische Inhalte vermitteln, beteiligen sie sich zudem aktiv an NPD-Initiativen wie der „Schulhof-CD“.

Dem entgegen mobilisierten Antifaschist_innen, nicht ungehört, zu einer spontanen Demonstration, die unter Beachtung der Öffentlichkeit bis zum Lindenauer Markt führte und anschließend von der Polizei gestoppt wurde. Ca. 70 Antifaschist_innen beteiligten sich lautstark daran. Darüber hinaus wurden Flugblätter an Anwohner_innen verteilt, um die Bedrohung, die von dem NPD-Zentrum ausgeht, zu verdeutlichen. Ein Redebeitrag informierte zudem über das Geschehen in der Odermannstraße.

Das seit seiner Eröffnung als NPD-„Bürgerbüro“ deklarierte Zentrum gewinnt durch Veranstaltungen wie am Wochenende den Charakter einer „kulturellen Begegnungsstätte“ für lokale Nazis. Die gewalttätigen Übergriffe der letzten Monate belegen deutlich, dass eine direkte Gefahr für Anwohner_innen und Passant_innen von diesem Zentrum ausgeht. Für Leipziger Bürgerinnen sollte dies Anlass sein, sich gemeinsam in Organisationen aktiv gegen das NPD-Zentrum zu positionieren.
Auch wenn das NPD-Zentrum nicht das Naziproblem der Stadt ist, nicht sein kann, ist es doch für viele hier lebende Menschen untragbar und eine Zumutung zugleich. Nazis aus „Kameradschaften“, der LOK- nahe stehenden Hooligangruppierung „Blue Caps“ und aus der NPD-Riege finden hier eine Schnittstelle, was nicht unbeantwortet bleiben darf.

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Audiobeitrag um und über das Antifaschistische Netzwerk http://anlw.blogsport.de/2009/01/28/audiobeitrag-um-und-ueber-das-antifaschistische-netzwerk/ http://anlw.blogsport.de/2009/01/28/audiobeitrag-um-und-ueber-das-antifaschistische-netzwerk/#comments Wed, 28 Jan 2009 18:28:14 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2009/01/28/audiobeitrag-um-und-ueber-das-antifaschistische-netzwerk/ Radio Blau interviewte zwei Personen aus dem Netzwerk, die über sich preisgeben und deren Motivation nahe legen sich an antifaschistischer Arbeit zu beteiligen.

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Stellungnahme zu dem NPD-“Büro“ und den Anti-Nazi-Protesten dagegen http://anlw.blogsport.de/2009/01/28/stellungnahme-zu-dem-npd-buero-und-den-anti-nazi-protesten-dagegen/ http://anlw.blogsport.de/2009/01/28/stellungnahme-zu-dem-npd-buero-und-den-anti-nazi-protesten-dagegen/#comments Wed, 28 Jan 2009 17:46:50 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2009/01/28/stellungnahme-zu-dem-npd-buero-und-den-anti-nazi-protesten-dagegen/ Dokumentation eines Redebeitrags des ANLW, der auf einer Protestkundgebung der Bürgerinitiative(BI) Plagwitz/Lindenau gegen das NPD-Büro am 05.12.08 Gehör gefunden hatte:

Stellung beziehen gegen das neu eröffnete „Bürgerbüro“ der NPD in Lindenau!
Es gibt in den letzten Tagen vermehrt Übergriffe im Umfeld der Odermannstraße: Nazis mit Schlagstöcken zeigen sich auf den Straßen, ein Stützpunkt der Einschüchterung etabliert sich neben der Nachbarschaftsschule und dem Theater der jungen Welt. Plötzlich trifft es nicht nur „irgendwelche Linken“ und Migrant_innen, sondern die sogenannte „Mitte der Gesellschaft“ in ihrem Lebensgefühl.

Aber wo ist eigentlich diese „Mitte“? Ausländerfeindlichkeit und Antisemitismus sind in Deutschland keine „rechtsextremen“ Einstellungen, sondern weit verbreitete und anerkannte Haltungen, gerade in Zeiten der Krise. Die NPD und die „freien Kameradschaften“ führen dabei brutal durch, was viele schon vorgedacht haben und sind eine konkrete Gefahr für alle, die nicht ins konstruierte völkische Bild passen. Gewalttätigkeit zu verurteilen ist ein nachvollziehbarer Reflex auf das einschüchternde Auftreten der „Klischee-Nazis“ – und dennoch wird sich dadurch inhaltlich in keinster Weise von denen, die oft genug eben nicht in Bomberjacke und Springerstiefeln auftreten, abgegrenzt. Sicherheit für ihre Kinder und ein gemütliches Familienleben wünschen sich bekanntlich auch Nazis.

Wer darüber hinaus gegen Gewalt „egal von welcher Seite“ zu mobilisieren versucht, setzt allzu schnell nazistische Überzeugung mit deren der Antifaschist_innen gleich, die gerade in letzter Zeit gerne als „Extremisten“ bezeichnet und damit in ihrer Aussage nicht wahrgenommen, sondern auf unterstellte Gewaltbereitschaft und Verfassungsfeindlichkeit reduziert werden. Aktionsformen zu kritisieren ist das eine – zu erkennen und zu unterscheiden, welche Aussagen jeweils dahinterstehen, wer da für was auf die Straße geht, das andere.

Die Forderung nach einem Viertel, in dem der Aufwertungsprozess weiterhin ohne Störungen vonstatten geht, zielt lediglich auf Symptombekämpfung und kritisiert die gewaltsame Ausformung nazistischer Ideologien, nicht aber die dahinstehenden Inhalte bzw. die Ursachen für den Zulauf, die rechte Vereinigungen zu verzeichnen haben. Der nachvollziehbare Wunsch nach mehr Sicherheit im „eigenen Kiez“ impliziert die unausgesprochene Akzeptanz des Fortlebens der Naziproblematik in ferneren Stadtteilen. Es kann also nicht nur darum gehen, sich die „braune Brut“ so schnell wie möglich vom Hals zu schaffen. Es muss auch und vor allem danach gefragt werden, welche Ideologien, welche Formen verkürzter Gesellschaftskritik diese hervorbringen und stark machen.

Darum wehren wir uns (und hoffentlich viele andere mit uns) gegen den Nazistützpunkt in der Odermannstraße 8 in Lindenau, aber auch gegen die stillschweigende bis zustimmende Haltung des rassistischen und antisemitischen Grundkonsens, der diese Entwicklung erst ermöglicht. Ein sauberes Deutschland war noch nie Lösung, sondern immer schon teil des Problems! Gegen Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und Homophobie! Für ein buntes und weltoffenes Leben hier und überall!

Antifaschistisches Netzwerk Leipzig West – Nirgendwo ein NPD-Büro!

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Erfolgreiche Protestaktion gegen eine NPD-Kundgebung in Lindenau http://anlw.blogsport.de/2009/01/21/erfolgreiche-protestaktion-gegen-eine-npd-kundgebung-in-lindenau/ http://anlw.blogsport.de/2009/01/21/erfolgreiche-protestaktion-gegen-eine-npd-kundgebung-in-lindenau/#comments Wed, 21 Jan 2009 12:13:48 +0000 Administrator Allgemein http://anlw.blogsport.de/2009/01/21/erfolgreiche-protestaktion-gegen-eine-npd-kundgebung-in-lindenau/ Am 18. Januar versuchte die NPD mit einer Kundgebung gegen Hartz IV eine vermeintliche Wählerschaft in Lindenau und Umgebung anzusprechen. Ca. 20 Nazis aus NPD und weiteren Kreisen trugen zu diesem Sammelsurium bei. Winfried Petzold, Abgeordneter der NPD und zugleich Bezieher des so genannten „NPD-Bürgerbüro“ in der Odermannstraße 8, war nicht zu Gange. Neben einen Infostand wurde auch mit einer Suppenküche für „Bedürftige“ geworben. Die Anteilnahme der Bürger und Bürgerinnen blieb dennoch aus. Die Kundgebung, welche bis 14 Uhr angemeldet war, wurde bereits eine Stunde vorher beendet.
Neben dem eher tristesten Treiben am Lindenauer Markt, fühlten sich vor allem AntifaschistInnen angesprochen den Nazis ihre Suppenküche zu vermiesen. So begegneten diese recht nah den Kundgebungsort und konnten diese Veranstaltung mit ihrer Präsenz und Infomaterial demaskieren.

Das NPD-Zentrum, welches Mitte November letzten Jahres eröffnete, wird vielmehr zum Siedepunkt örtlicher Naziaktivitäten. Im Wahljahr 09 muss wohl vermehrt mit solcherlei Aktionen gerechnet werden.

Mehr zu den Hintergründen:
Proteste gegen NPD-Kundgebung (I)
Proteste gegen NPD-Kundgebung (II)

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